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Steinkauz-Wanderung

Artikel aus der taunuszeitung:

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Steinkauz pfeift auf Rivalen

Nachtaktiv: Mitglieder des BUND waren am Samstag dem kleinen Eulenvogel auf der Spur

In Griechenland wird die Eule als Vogel der Weisheit verehrt. In Burgholzhausen wurden sieben Steinkäuze entdeckt.

Von Dieter Becker

Burgholzhausen. Die systematische Rodung von Streuobstwiesen hatte in der Vergangenheit einen erheblichen Rückgang der Steinkauz-Bestände zur Folge. In der Zwischenzeit ist die gefährdete Eulenart jedoch wieder verstärkt anzutreffen, und zwar auch auf Friedrichsdorfer Gemarkung. Während einer Steinkauz-Wanderung des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) machte ein gutes Dutzend Vogelfreunde am Samstag gleich mit mehreren Exemplaren Bekanntschaft.

Damit sich der etwa taubengroße Steinkauz in einem Revier ansiedelt, müssen nur wenige Voraussetzungen erfüllt sein, erklärte zu Beginn der abendlichen Vogel-Pirsch der Experte Wolfgang Köhler. Zum einen benötigt das bis zu 250 Gramm schwere Tier alte Baumbestände, in denen es zur Aufzucht seiner Brut und zu Wohnzwecken ausreichend Höhlen vorfindet. Zum anderen sollte die Landschaft über einen niedrigen Pflanzenbewuchs verfügen, weil der Nachtvogel bevorzugt auf dem Boden nach Beute Ausschau hält.

Auf dem Speiseplan des Steinkauzes stehen vor allem Mäuse, aber auch Vögel, Insekten, Schnecken und Würmer. Die übrig bleibenden Futterreste – hervorgewürgte und am Boden liegende Abfälle aus unverdaulichen Knochen und Federn, die von den Vogelkundlern auch als «Gewölle» bezeichnet werden – verraten die Anwesenheit der nächtlichen Jäger.

 

Athene noctua

 

Am südwestlichen Ortsrand von Burgholzhausen, dem Ausgangspunkt der zweistündigen Exkursion, herrschen rechts und links des Erlenbachs ideale Lebensbedingungen für «Athene noctua» («nächtliche Athene», so die wissenschaftliche Bezeichnung für den Steinkauz, der in Griechenland als Vogel der Weisheit verehrt wird). Beispielsweise in den Flurstücken Wiesengrund, Niederweid und Nachtigallhecke, wo hochstämmige Streuobstwiesen erhalten geblieben sind und von ihren Eigentümern oder den BUND-Aktivisten gepflegt werden. In den genannten Bereichen haben die Naturschützer zusätzlich mehrere künstliche Bruthöhlen angebracht, in denen im Mai mit etwas Glück viele kleine Steinkauz-Küken schlüpfen und anschließend großgezogen werden.

Um die scheuen erwachsenen Tiere allerdings aus ihren Behausungen herauszulocken, bedarf es einer List, die der Hobby-Ornithologe Wolfgang Köhler schon häufig angewandt hat: den Einsatz einer sogenannten Steinkauz-Pfeife. Das blockflötenähnliche Gerät erzeugt einen hohen Laut, der gezielt die männlichen Exemplare des Eulenvogels anspricht, indem er die Anwesenheit eines Rivalen vortäuscht. Aufgeschreckt durch den vermeintlichen Kontrahenten erwidern die Steinkäuze diese Rufe – und geben damit zu verstehen: «Verschwinde gefälligst aus meinem Revier!»

Erste Versuche des Friedberger Naturschützers, die Tiere mit Hilfe der Flöte hinters Licht zu führen, schlugen fehl. Also mussten sich die Vogelfreunde zunächst einmal mit dem Anblick der allerdings ebenfalls selten gewordenen Gebirgsstelze, eines Sperbers und eines Graureihers sowie dem charakteristischen Zwitschern des Grün-spechts zufriedengeben.

 

Reviergesang

 

Ein erstes Erfolgserlebnis erwartete die Wanderer an der Nachtigallhecke, wo ein erster Steinkauz gut hörbar auf die Pfeiftöne reagierte. Beginnend mit dem durchdringenden Reviergesang stimmte das Tier nach und nach den merklich aufgeregteren Kampfruf an, bis Köhler auf weitere Provokationen verzichtete. Die Eule sollte an diesem Abend aber nicht das einzige Exemplar gewesen sein, denn mit Einbruch der Dämmerung wurden immer mehr Nachtvögel aktiv. Am Ende der Exkursion zählten die Teilnehmer die stolze Zahl von sieben Steinkäuzen, von denen sie ein Tier sogar zu Gesicht bekamen. Kein Wunder also, dass sich die Frauen und Männer beeindruckt vom Engagement des BUND Friedrichsdorf zeigten, der sich seit Jahren ebenso konsequent wie erfolgreich für den Erhalt der Lebensgrundlagen vieler Tier- und Pflanzenarten einsetzt.

Wer bei den Naturschützern mitmachen möchte oder in seinem Garten selbst etwas für die Flora und Fauna tun will, kann sich informieren unter http://www.bund-hochtaunus.de. Vogelstimmen sind als Audio-Dateien beispielsweise unter http://www.vogelstimmen.de zu finden.

 

 

Wanderung im Steinkauzrevier im Wiesengrund in Burgholzhausen am 20. März 2010

Es gibt ihn noch: Den Steinkauz!!

Am Samstagabend folgten bei regnerischem und windigem Wetter 6 Personen der Einladung des BUND zu einer von dem Steinkauzexperten Wolfgang Köhler geführten Wanderung im Wiesengrund entlang des Erlenbaches. Hier finden sich noch die für die Rhein Main Region und die Wetterau typischen Streuobstwiesen. Deren  Pflege und die Anbringung von speziellen Niströhren haben dazu beigetragen, dass der Steinkauz in diesem Gebiet noch anzutreffen ist. Während der Wanderung wurden zwei Steinkäuze unmittelbar an einer Niströhre beobachtet, zwei weitere reagierten östlich des Erlenbaches auf den ausgesandten Lockruf.

Der Steinkauz ist ein Vogel der offenen Landschaften, am liebsten brütet er in nicht zu dicht bewachsenen Feldgehölzen. Auf Ackerflächen findet er während der Brutzeit im Mai und Juni im Getreidedschungel kein Futter, daher sind kurz gehaltene Wiesen und die im Umfeld von Friedrichsdorf typischen Streuobstflächen für den Bruterfolg der Vögel wichtig. Der Steinkauz brütet gern in Höhlen in alten Obstbäumen. Da alte Obstbäume oft entfernt werden, pflegt der BUND alte Obstbaumbestände und hat  für den Steinkauz spezielle Brutröhren auf Streuobstflächen in der Gemarkung von Burgholzhausen angebracht. 

Wolfgang Köhler erläutert an einem Apfelbaum mit Steinkauzröhre die Lebensweise des Steinkauzes

Leider werden auch im Wiesengrund alte Obstbäume ohne Rücksicht auf die Natur abgeholzt oder auch stark zurück geschnitten. Durch solche Eingriffe und die sich ausdehnenden Gärten gehen auch hier die Streuobstbestände zurück.

Bild-Bericht von der Gewerbemesse in Friedrichsdorf

Am Freitag, den 8. Mai 2009 fand die Eröffnungsfeier der Gewerbemesse in Friedrichsdorf statt. Der BUND Hochtaunuskreis nahm erstmalig daran teil. Neben Gewerbetreibenden aus dem Bereich der Energiesanierung uvm fand der Stand des BUND gute Aufmerksamkeit. Am Stand und vor dem Zelt wurden interessante Gespräche über erneuerbare Energien und die Anstrengungen, die jeder unternehmen kann, um seine persönliche CO2-Bilanz zu verbessern, geführt.

Die Kinder durften den CO2-Ausstoß-Ballon aufpumpen helfen und besuchten den BUND-Stand mit den Klimakisten der BUNDJugend.

 

Der Stand vor der Eröffnung
Der Klimaballon und die Klimakisten
Von links: Dr. Claudia Weiand (Vorstandssprecherin), Doris Warlich (Vorstand); Andreas Elend (Landesvorstand), Michael Bernhardt (Vorstand)
Gespräche mit Bürgermeister Horst Burghardt (Die Grünen) beim Rundgang über die Messe
Michael Bernhardt und Günther Schmunk betreuen den Stand am Samstag
Interessante Publikumsgespräche
Werbung für die Woche der Sonne
Klimaballon aufpumpen ist der Hit für die kids


Gartenschläfer gesucht!

Bei Nistkastenkontrollen könnten Sie Gartenschläfer finden. Bitte fotografieren Sie diesen und senden Sie Ihre Meldung über www.gartenschlaefer-hessen.de ein.

Arboretum

Ausflugstipp:

Besuchen Sie das Arboretum bei unseren Nachbarn im MainTaunusKreis

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Erlenbach im Sommer
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