BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


24.9.2011 Die energieautarke Gemeinde Wolfhagen - eine Busfahrt mit dem BUND!

Wehrheim auf den Weg zur Energiewende

 

WEHRHEIM. Vor der Sommerpause versprachen die politischen Parteien während eines öffentlichen BUND-Forums, in Wehrheim Schritt für Schritt die Energiewende einzuführen. Noch unter dem Eindruck der bedrückenden Katastrophe in japanischen Atomkraftwerken versicherten Politiker aller Wehrheimer Parteien, künftig verstärkt erneuerbare Energiequellen zu erschließen, und zwar vorzugsweise solche, die vor Ort nutzbar sind.

 

Der Wehrheimer Ortsverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland bietet allen interessierten Bürgern und insbesondere jenen mit politischem Mandat am Samstag, 24. September 2011, in konzentrierter Form Informationen zu Thema „energieautarke Gemeinde“ an.

An diesem Tag startet um 8 Uhr am Bürgerhaus ein Bus zu einer Fahrt in die nordhessische Kleinstadt Wolfhagen. In dieser Stadt mit 15000 Einwohnern haben die Parteien in ungewöhnlicher Eintracht bereits vor drei Jahren eine Politik eingeleitet, die den Bürgern die Freiheit von Großkonzernen verspricht und sicherstellt, dass ein großer Teil der Wertschöpfung in der Stadt bleibt.

Auf dem Programm stehen der Besuch bei einer mittelständischen Firma, die Fensterglas herstellt, mit der auch Energie gewonnen wird, und bei einer kleinen Firma, die umweltfreundliche Holzvergaseranlagen unterschiedlicher Größe produziert.

 

Die Gäste aus dem Taunus werden auch eine Weltneuheit erleben: Das Dach einer Schule, das Licht durchlässt und dennoch Strom produziert. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfhagen, Martin Rühl, wird über den aktuellen Stadt der vier am Rand von Wolfhagen geplanten Windkraftanlagen berichten. Sie sollen in Kürze aufgerichtet werden. Die Stadtwerke residieren in einem Niedrigenergiehaus. Hier können die Besucher die vielen Möglichkeiten der Energieeinsparung erfahren. Das jüngste Projekt ist die Gründung einer Bürger-Energiegenossenschaft, in der Bürger von der Wertschöpfung vor Ort profitieren können. Es sind Anteile zwischen 500 und 10 000 Euro im Gespräch. In Wolfhagen laufen auch Planungen für eine Biogasanlage, allerdings nicht unter der Regie der Stadtwerke.

 

Die Besucher aus dem Taunus haben auch Gelegenheit, Gespräche mit verantwortlichen Wolfhagener Kommunalpolitikern zu führen. Das dürfte nützlich sein für ihre Kollegen aus Wehrheim.

Wehrheims Rathauschef Gregor Sommer hat die Fahrt nach Wolfhagen bereits fest in seinem Terminkalender eingeplant. Ihre Teilnahme zugesagt haben bereits Vertreter von CDU, SPD, Grünen und FDP.

 

Der BUND sorgt dafür, dass den Besuchern ein preiswertes Mittagessen angeboten wird. Die Rückkehr in Wehrheim ist gegen 17 Uhr vorgesehen. Die Teilnahme an der Fahrt ist kostenlos. Ein Spende könnte die Kasse des BUND aber entlasten.

 

Wer mitfahren möchte, sollte sich wegen des bereits jetzt erkennbar großen Interesses bald anmelden bei der BUND-Vorsitzenden Almut Gwiasda. Am besten unter E-mail bund.wehrheim@bund.net    

oder Telefon 06081-59729 mit genauer Adresse und Telefonnummer. Der Anmeldeschluss ist Sonntag, 11. September 2011.

 

Quelle: http://www.bund-hochtaunus.de/aktuell/ortsverband_wehrheim/energiewende/