BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Ansprechpartner Vorstand BUND OV Bad Homburg

Vorsitzende: Heike Bergmeier 0174/8184301 bund.bad-homburg@bund.net
Stellv. Vorsitzender: Hilbert Baldt 06172/41803 hilbert-baldt@t-online.de
Schatzmeisterin: Aggi Scherer aggi.scherer@mailbox.org
Beisitzer: Beate Gültig, Michael Kreibohm und André Rothe

Logbuch BUND-Müllpiraten Bad Homburg 24.11.2018

 

 

 

 

Standort:
Ostring

Mannschaft an Deck:
vier männliche, zwei weibliche Piraten

Fangziel:
Plastik & Müll aller Art am Straßenrand

Besondere Schwierigkeit:
Kälte und Nässe, aktuell aber kein Regen

Dauer des Raubzuges:
1,5 Stunden

Beute:
ein Sack mit Flaschen und Dosen, drei Säcke Plastikmüll 
sowie Maurerkelle, Autozubehör, Nagelschere und Mixerrührstäbe

 

Herbst 2018: BUND übernimmt Wiesenpflege für mehr Blütenreichtum

André, Rita und Alfred bei HeurechenDer BUND Bad Homburg hat jüngst einen städtischen Wiesenstreifen entlang des Usinger Weges in seine Obhut genommen, um dort die Pflanzenvielfalt und damit das Nahrungsangebot für Bienen, Hummeln & Co. zu verbessern. Bislang wurde die Grünfläche unterhalb des Kleintierzüchtervereins von der Stadt gemäht und gemulcht, der Grünschnitt wurde liegenlassen. Das ist zwar übliche Praxis, allerdings führt dieses Mulchen zu einem erhöhten Nährstoffeintrag und damit zu einem Rückgang des Blühpflanzenangebotes für Insekten. Wildblumen wachsen auf abgemagerten Böden besser. "Also muss der Grünschnitt runter", so die BUND-Vorsitzende Heike Bergmeier, "damit sich über einen Zeitraum von ein paar Jahren von ganz alleine wieder eine Blühpflanzenvielfalt entwickeln kann."

Vor kurzem wurde die Fläche erstmals vom liegengebliebenen Mähgut befreit, so dass ein erster Nährstoffentzug erfolgt ist. In Absprache mit der Umwelt- und Landschaftsplanung und dem Grünflächenamt der Stadt übernimmt der BUND ab dem kommenden Jahr dann auch das Mähen und die weitere Pflege dieses Grünstreifens. Unterstützt wird der BUND vom Betriebshof, der das Mähgut abfährt.

Artenvielfalt – Ihr Wert für unsere Region

Veranstaltung am 14. November 2018
Forum Friedrichsdorf,
Dreieichstraße 22,
61381 Friedrichsdorf- Köppern

Naturnahes öffentliches Grün - artenreich und vielfältig - wie geht das? ab 15:00

Seminarveranstaltung für Kreise, Kommunen, Institutionen und Unternehmen, die Grünflächen pflegen oder bewirtschaften. Eintritt frei. 

Unter anderem mit:

  • Dr. Susanne Dohrn: Ausmaß und Ursachen des Artenverlustes vor unserer Haustür. Das geht uns alle an!
  • Bernd Leutnant, MKK, Amt für Umwelt, Naturschutz und Ländlicher Raum: Biodiversitätsstrategie Hessen, Vorstellung des beispielhaften Beratungsprojektes "Main-Kinzig blüht", welche Widerstände waren zu überwinden?
  • Dr. Stefan Nawrath, Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie: Was zeichnet naturnahes kommunales Grün aus? Welche Flächen sind geeignet? Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung. Wie geht man praktisch vor?

 Artenvielfalt – Ihr Wert für unsere Region: Podiumsdiskussion mit dem Publikum ab 19:30

  •  Prof. Dr. Manfred Niekisch: Die Fundamente des Lebens sind beschädigt, der Wert der Artenvielfalt für unsere Region
  • Prof. Dr. Andreas Vilcinskas: Der Wert der Artenvielfalt für die Forschung und die Zukunft der Arbeit
  • Dr. Maren Heincke: Schutz der Artenvielfalt – ethische Impulse
  • Georg Kopp, Kreislandwirt: Erhalt der Artenvielfalt im landwirtschaftlichen Betrieb
  • Jörg George, Talhof: Konsumverhalten und solidarische Landwirtschaft
  • Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard

BUND-Infostand beim Erntedankmarkt am 14.10.2018

Ohne Bienen keine Ernte! 

An unserem Stand konnten wir zeigen, was man ganz praktisch für Bienen, Schmetterlinge & Co. im Garten oder auf dem Balkon tun kann.

 

 

 

 

Und wer schon immer mal wissen wollte, wozu eine Mulchwurst gut ist, aber warum Mulchen der Pflanzenvielfalt schadet, erfuhr Erstaunliches.

 

 

BUND besucht Naturgärten im fränkischen Ehingen

Am 18.08.18 war der BUND bei Markus Gastl zu Besuch, der uns seine beiden Naturgärten vorstellte. Den 7.500 qm großen Insektengarten "Hortus Insectorum" und den rund 2.600 qm großen Permakulturgarten "Hortus Felix". Wir informierten uns über "Hot Spot"-Wiesen für Insekten, Steinhaufen und anderen Naturgartenmodule, grüne Mulchwürste und vieles mehr.

Für sein enormes Engagement wurde der Insektenfreak und Gartenvisionär kürzlich mit der bayerischen Staatsmedaille für "besondere Verdienste für die Umwelt" ausgezeichnet. Herr Gastl ist Gründer des Hortus-Netzwerkes und Vorbild für bundesweit vernetzte Naturgartenfreunde. Wir haben einen großen Motivationsschub mit vielen neuen Ideen mit nach Hause genommen.

Fotos: H. Bergmeier

BUND fordert: Klimaschutz muss das Leitbild für unsere Kurstadt sein

 Bad Homburg, 15.06.2018:
Der BUND nimmt Stellung zum Stadtentwicklungskonzept "Bad Homburg 2030" und stellt fest: Der Klimaschutz kommt viel zu kurz. In den Bereichen Stadtplanung, Verkehr, Energie- und Grünflächennutzung sehen wir dringenden Nachbesserungsbedarf. Für das Stadtentwicklungskonzept erwartet der BUND Bad Homburg ein klares Klimaschutz-Bekenntnis in allen Bereichen. Klimaschutz muss ernst genommen werden und das überlebenswichtige Leitbild für unsere Kurstadt sein. Die Anstrengungen, um die klimaschädlichen Emissionen zu senken, sind in den nächsten Jahren drastisch zu verstärken. Unsere Stadt braucht klare und verbindliche Leitlinien für eine klimaneutrale Stadt, in der es sich auch im Jahr 2030 gesund und sicher leben lässt.

Bisher ist das Energiethema außen vor. Maßnahmen zur Fortsetzung der Energiewende müssen aber verbindlich sichtbar werden. Wir brauchen deutlich mehr Solarenergie auf den Dächern. Die Stadt Bad Homburg ist eine der reichsten Städte in Hessen und muss hier Vorreiter sein! Wir brauchen eine gezielte Energieberatung von privaten Haushalten, Gewerbe und Industrie, die zu den Menschen geht: Energie sparen, Öko-Strom selbst machen. Aus Sicht des BUND braucht es hier viel mehr aktive Öffentlichkeitsarbeit zum Klimaschutz und zu Fördermaßnahmen.

Der BUND unterstützt die Planung der Stadt den ÖPNV auszubauen und den Lückenschluss der U2 zum Bahnhof schnell umzusetzen. Dazu gehört bei der Elektromobilität aber nicht eine "Umstellung in leistbaren Schritten" sondern ein zügiger und flächendeckender Einsatz von Elektrobussen in unserer Kurstadt.

Landwirtschaftliche Flächen dürfen keine weiteren städtischen "Flächenspielräume für die Wirtschaft" sein. Das "Regiebuch der Stadt" muss den geplanten Flächenfraß begrenzen statt weitere Flächen zu versiegeln und zu "arrondieren". Grünflächen sind für die Natur zu schützen und nicht nur für Sport und Fun zu entwickeln. Die Natur braucht dringend Rückzugsräume. Diese gilt es festzuschreiben. Zur BUND-Stellungnahme ...

Quelle: http://www.bund-hochtaunus.de/ortsverbaende/ortsverband_bad_homburg/