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Unsere Region im Wandel - Diskussionsveranstaltung am 15. November


Für Dr. Franz Alt ist die
Erderwärmung die Überlebensfrage der Menschheit. Er fordert Klimaschutz und mehr Gerechtigkeit. Mit der Feststellung  „Die Sonne schickt mir keine Rechnung“ hielt er im gut gefüllten großen Saal des Friedrichsdorfer Forums ein mitreißendes Plädoyer für den Klimaschutz und die Nutzung der Erneuerbaren Energien. Sein Fazit: Uns stehen im Übermaß Erneuerbare Energien zur Verfügung, wir können auf die Nutzung fossiler Brennstoffe komplett verzichten und damit unser Klima retten.

Auf dem Podium saßen neben dem renommierten Journalisten und Buchautor Dr. Franz Alt Experten zum Thema Digitalisierung, Verkehrs- und Energiewende und zur Zukunft der Arbeit. Über die aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung im gewerblichen Bereich berichtete die IT Spezialistin Simone Sauer. Die Maßnahmen im Bereich der Energiewende beschrieb Michael Voll vom Regionalverband RheinMain; zum Thema Verkehrswende nahm Werner Geiss vom VCD auf dem Podium Stellung. Der Leiter des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit, Professor Dr. Hilmar Schneider, sieht in der Digitalisierung und den Veränderungen in der Arbeitswelt Chancen für den Klimaschutz. Dem Moderator, Meinhard Schmidt-Degenhard, hr, gelang es, die Podiumsdikussion bis zur letzten Minute spannend zu gestalten und das Publikum einzubinden.

Die fortschreitende Digitalisierung verhilft uns zu schnelleren und genaueren Informationen. Sie ermöglicht intelligente und effizientere Lösungen. Sie hilft uns auch, den Klimawandel und seine Auswirkungen besser zu verstehen. Sie ist wichtig für die Energie- und Verkehrswende und eröffnet Chancen für den ländlichen Raum. Um die Treibhausgasemissionen zu verringern, brauchen wir eine Energiewende, die auf Erneuerbare Energien und noch mehr auf Effizienz setzt, und wir brauchen eine Verkehrswende, die auch auf Verkehrsvermeidung setzt. In den Städten, wo die Arbeitsplätze sind, fehlen die Wohnungen. Und dort wo die Wohnungen sind, fehlt die Arbeit. Dies führt zu zusätzlichen Verkehrsströmen und Treibhausgasen. Die Digitalisierung bietet auch hier Lösungen und wird unsere Arbeitswelt verändern.

Wenn die Wirtschaft tatsächlich gerechter und fairer werden soll, dann muss sie kleinteiliger werden. Nur so schaffen wir eine klimaverträgliche Energiewende und eine nachhaltige Kreislaufproduktion. Eine wirkliche Energiewende kann es ohne Verkehrswende nicht geben.

Professor Hilmar Schneider machte klar, dass die Angst um Arbeitsplätze unbegründet ist. Diese verlagern sich nur und fallen nicht weg. Werner Geiss sieht große Chancen für eine Verringerung des Indivualverkehrs durch bessere und schnellere Information. Und wenn man tatsächlich ein Auto braucht, steht das Carsharing zur Verfügung. Auch Zukunftsvisionen, dass das selbst fahrende Auto in absehbarer Zeit zur Verfügung steht und alle Staus sicher umgeht, wurden diskutiert. Das Ende des Führerscheins scheint in Sicht. Simone Sauer hat als jüngste Teilnehmerin und IT-Spezialistin naturgemäß die wenigsten Berührungsängste mit der Digitalisierung und konnte dies auch aus ihrer Praxis belegen. Es müssen allerdings politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, da der Mensch ohne Anreize kaum zu einem klimafreundlichen Verhalten zu bewegen ist. Hier kommt Michael Voll von Regionalverband RheinMain ins Spiel. Er führt aus, dass der Regionalverband, der für 75 Kommunen im Rhein-Main-Gebiet steht, bereits seit langem den Klimawandel mit in seine Planungen einbezieht. Besonders stolz ist man auf die Ausarbeitung eines Energiekonzepts für die Region.

Der schöne Satz: „Die Sonne schickt keine Rechnung“ konnte nicht alle Teilnehmer überzeugen und so ging es in der sehr regen Diskussion mit dem Publikum auch um die Kosten und die Förderung der Erneuerbaren Energien. Franz Alt vertrat den Standpunkt, dass es ohne eine Anschubsubvention nicht geht, dass die Erneuerbaren Energien langfristig aber wirtschaftlich und letztlich auch billiger sind als die Fossilen, die bisher in noch größerem Ausmaß subventioniert werden.

Zusammen mit dem Friedrichsdorfer Institut zur Nachhaltigkeit (IzN) e.V. hatten der BUND Friedrichsdorf und der BUND Kreisverband Hochtaunus zu dieser Veranstaltung eingeladen und ca 300 Personen waren an einem trüben Mittwoch Abend im November dieser Einladung gefolgt.

Begleitet wurde die Veranstaltung durch eine Ausstellung zu den diskutierten Themenbereichen. Flächenverbrauch, Elektroautos, Carsharingangebote und eine beeindruckende Ausstellung des Planungsverbands zum Thema Energie wurden von den Besuchern vor und nach der Diskussionsveranstaltung ausführlich begutachtet. Vor der Halle standen Elektromobile ortsansässiger Anbeiter.

Die Diskussionen gingen noch lange weiter und manch einer ist sicher zum Nachdenken über sein Verhalten angeregt worden, mit dem Fazit: Wir alle sind für unsere Erde verantwortlich und jeder kann und sollte etwas tun, damit sie auch für unsere Enkel noch lebenswert ist.

Tag der Nachhaltigkeit am 22. September

Der Tag stand unter dem Motto: Beobachten-Erleben-Schützen, Hessen aktiv für biologische Vielfalt. Landesweit folgten viele Menschen mit eigenen Aktionen dem Aufruf der Landesregierung zur Beteiligung am 4. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit. In Friedrichsdorf sind wir dem Aufruf der Landesregierung gefolgt.

Biologische Vielfalt heißt auch Vielfalt an wild lebenden Pflanzen und Insekten. Viele Blütenpflanzen sind auf bestimmte Insekten angewiesen, die wiederum ganz bestimmte Pflanzen benötigen, um sich zu ernähren und fortzupflanzen. Die Landnutzung, die Zerstörung von natürlichen Lebensräumen und insbesondere der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und insektenschädlichem Saatgut in der Landwirtschaft haben mittlerweile drastische Auswirkungen auf die Artenvielfalt.Der Mangel an blühenden Wiesen, der Rückgang der Schmetterlingspopulationen und das Sterben der Bienen sind unübersehbare Warnzeichen.

  • Um dies genauer zu erfassen haben wir zwei Aktionen durchgeführt 
  • eine Informationsveranstaltung mit einem Vortrag des Biologen Dr. Stefan Nawrath am Mittwoch den 21. September und -
  • eine Begehung der Flächen zwischen Friedrichsdorf/Schäferborn und der Autobahn am "Tag der Nachhaltigkeit", Donnerstag den 22. September.

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Quelle: http://www.bund-hochtaunus.de/ortsverbaende/ortsverband_friedrichsdorf/