Ortsverband Usingen-Neu-Anspach

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Wahlprüfsteine für die Kommunalwahl am 14. März 2021 für Neu-Anspach

Der BUND hat allen Parteien/Kandidaten folgende Fragen gestellt und die nachfolgenden Antworten bekommen:

Flächenverbrauch
Wie bewerten Sie den Flächenverbrauch vor Ort? Was werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen, um den Flächenverbrauch zu minimieren?

Verkehr
Wie ist ihre Einstellung zum Verkehr in Neu-Anspach? Welche Maßnahmen werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – anregen und unterstützen?

Energieversorgung
Welche Energieversorgung sollte in Neu-Anspach realisiert sein/werden? Was werden Sie – im Falle ihrer Wahl – unternehmen?

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B-NOW

Flächenverbrauch
Wie bewerten Sie den Flächenverbrauch vor Ort? Was werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen, um den Flächenverbrauch zu minimieren?
Der aktuelle Flächenverbrauch für Wohnbebauung in Neu-Anspach ist gering, da weitestgehend innerörtliche, vormals bereits bebaute und / oder versiegelte Flächen umgenutzt werden. Wie von uns als Kenngröße im Masterplan eingebracht, stehen wir zu der Zielgröße von maximal16.500 Einwohnern bis 2040 und zur bevorzugten Innenverdichtung, soweit diese mit den Forderungen des Masterplans zu vereinbaren ist.
Eine maßvolle Erweiterung von Industrieflächen erscheint uns unter den finanziellen Randbedingungen der Stadt als zwingend notwendig. Die Entscheidung des Regionalverbandes, welche der vorgeschlagenen Flächen unter ökologischen Gesichtspunkten für eine mögliche Erweiterung freigegeben wird, steht in den nächsten Jahren an. Wir haben uns vorgenommen, strenge ökologische Maßstäbe anzulegen und genehmigte Flächen nicht um jeden Preis zu bebauen.

Verkehr
Wie ist ihre Einstellung zum Verkehr in Neu-Anspach? Welche Maßnahmen werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – anregen und unterstützen?
Die Diskussion um Verkehrsbelastung in Neu-Anspach ist wichtig und es muss ein langfristiges Konzept hierzu erstellt werden. Die Einrichtung von Einbahnringen, 30-iger Zonen, wo sinnvoll und vertretbar, effiziente Verkehrskonzepte und eine Ausweitung der Ortsbereiche im Bereich der Heisterbachstraße (50er Zone) können hier der Lärmminderung und der Verkehrssicherung dienen. Hessenmobil als genehmigende Behörde muss überzeugt und eingebunden werden.
Die Einbindung der Stadt Neu-Anspach in den ÖPNV muss weiter verbessert werden, ohne dass Belastungen für die Bürger entstehen oder die Fahrpreise ungebührlich ansteigen. Die Elektrifizierung der Taunusbahn ist sowohl unter ökologischen wie unter finanziellen Aspekten kritisch zu prüfen.
Sowohl die Entwicklung von Neubaugebieten, wie auch die Veränderung von relevanten Straßenführungen – wie z.B. bei der Umgehung von Usingen – müssen in der Region abgestimmt werden und dürfen nicht zu Lasten der Bürger von Neu-Anspach gehen.

Energieversorgung
Welche Energieversorgung sollte in Neu-Anspach realisiert sein/werden? Was werden Sie – im Falle ihrer Wahl – unternehmen?
Energie die nicht verbraucht wird muss erst gar nicht erzeugt werden. Daher setzen wir primär auf Energie sparen. Ein von uns beantragtes, in Erprobung befindliches Projekt zur Halbierung der Leuchtintensität der LED-Straßenlaternen ist ein erster Schritt in diese Richtung.
Ein akzeptabler Beitrag zur Deckung der Energiebedarfe am Tag können Solarzellen sein, allerdings ist eine bedarfsgerechte Leistungsabgabe nicht gegeben. Ein großes Potential sehen wir in den Dächern der Stadt, da die Sonne überdurchschnittlich oft über Neu-Anspach strahlt. Ökologisch vertretbare Speichermodelle die den Bedarf in der Nacht decken und überschüssige Energie für die Warmwasseraufbereitung nutzen sorgen für geringeren Bedarf an fossilen Energieträgern. So nutzen wir vorhandene Flächen für die Energieerzeugung und schützen Felder und unseren Naturpark vor anderweitiger Nutzung.

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Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Flächenverbrauch
Wie bewerten Sie den Flächenverbrauch vor Ort? Was werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen, um den Flächenverbrauch zu minimieren?

Wir wollen, dass so wenig Fläche wie möglich verbraucht bzw. neu versiegelt wird und möchten, dass bei Bebauungsplänen für Neubaugebiete (z.B. im Rahmen des ISEK 2040) der Fokus auf Reihen- und Mehrfamilienhäuser gelegt wird. Innenverdichtungen und Abrundungen sollten Vorrang haben.

Bei allen Maßnahmen im Rahmen des ISEK 2040 sind zwingend die Frischluftschneisen zu berücksichtigen.

Verkehr
Wie ist ihre Einstellung zum Verkehr in Neu-Anspach? Welche Maßnahmen werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – anregen und unterstützen?

Wir wollen eine Verkehrswende und umweltgerechte Mobilität für alle.

Bei allen städtischen Planungen (vor allem auch zum ISEK 2040) müssen zwingend die Verkehrsplanungen und die dafür nötige entsprechende Infrastruktur mit einbezogen werden. ÖPNV, Radverkehr und Fußgänger müssen unbedingt bedacht und gestärkt werden.

In den bereits vorhandenen Verkehrsraum könnten z.B. ohne großen Aufwand Fahrradspuren als sogenannte Shared-Space-Flächen integriert werden.

Außerdem wollen wir, dass noch einmal über eine generelle innerörtliche Geschwindigkeitsbeschränkung nachgedacht wird.

Energieversorgung
Welche Energieversorgung sollte in Neu-Anspach realisiert sein/werden? Was werden Sie – im Falle ihrer Wahl – unternehmen?

Sukzessiv ist für eine Erzeugung von erneuerbaren Energien vor Ort zu sorgen. In Neu-Anspach wird sich dies durch die Ablehnung von Windkraft hauptsächlich auf Photovoltaik konzentrieren müssen.

In allen städtischen Einrichtungen muss schnellstens auf die Versorgung mit Ökostrom umgestellt werden.

Bei Neubaugebieten sind innovative Wohnprojekte mit klimaneutraler Versorgung zu bevorzugen. Die jeweils aktuell geltenden Energiestandards für Niedrigenergiehäuser sind umzusetzen.

Maßnahmen, die wir voranbringen wollen sind u.a. Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Bürger*innen zur Energieeinsparung oder der Produktion von eigenem Ökostrom durch sogenannten Solar-Balkonmodule.

Dafür muss Neu-Anspach endlich eine/n Klimaschutzmanager*in bekommen und das bestehende Klimaschutzkonzept muss angepasst werden.

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CDU

      Wie bewerten Sie den Flächenverbrauch vor Ort? Was werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen, um den Flächenverbrauch zu minimieren?

Der Boden ist ein sehr wertvolles Gut und ist daher verantwortungsvoll zu behandeln. Hierzu gehört, den Flächenverbrauch und damit die Versiegelung  zu minimieren. Ein sparsamer und sorgsamer Umgang mit der noch unbebauten Fläche hilft nicht nur der Natur an sich, sondern steigert durch „deren Verfügbarkeit vor Ort“ auch die Lebensqualität der hier lebenden Menschen. Wie wertvoll dies, ist haben wir auch in dieser Pandemie erlebt.

-          Bei der Bereitstellung von zusätzlichen (und bezahlbaren) Wohnraum sollte daher immer zunächst erst der Innenbereich genutzt werden (verdichten), wobei durch entsprechende Regelungen in den Bebauungsplänen  darauf zu achten ist, dass die Versiegelung auf das nötige Maß begrenzt wird.

-          Den Flächenverbrauch im Außenbereich auf ein Minimum reduzieren und keinesfalls über die im Masterplan 2040 vorgesehenen Flächen hinaus gehen (die dort ausgewiesenen Flächen verstehen sich sowieso nur als potentiell nutzbare Flächen und keinesfalls als Flächen, die allesamt bebaut werden sollen).  Bei der Auswahl der Flächen muss auch deren ökologische Wertigkeit berücksichtigt werden.

-          Hierzu gehört auch, dass die im ISEK vorgesehene Höchstgrenze von zusätzlich 1.500 bis 1.600 Einwohner bis 2040 nicht überschritten wird. Da wir durch Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit schon zahlreiche zusätzliche Wohneinheiten geschaffen haben bzw. in Kürze geschaffen haben werden  (Shell-Tankstell, Auto Jäger, Tripp Hausen, Westerfeld West ….) wird der Zuwachs in der Zukunft kaum zu großen Neubaugebieten führen.

 

Wie ist Ihre Einstellung zum Verkehr in Neu-Anspach? Welche Maßnahmen werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen?

-          Weitere Förderung des öffentlichen Nahverkehrs. Beispielswiese durch die – von mir mitgetragenen Beschlüsse  zur – Elektrifizierung der Taunusbahn; Anschaffung Wasserstoff-Brennstoffzellen Züge (bereits angestoßen). Initiierung einer Analyse „Verkehrskonzept für Neu-Anspach“ (Radwegekonzept, Bus- und Taxiangebote“, ….). Zur Taunusbahn merke ich noch gerne an, dass ich in den 70-er und 80-er Jahren zu denen gehörte, „die ohne Ende“ Unterschriften zum Erhalt „unserer“ Bahnstrecke sammelten (damals plante die Eigentümerin „Bundesbahn“ die Einstellung des Schienenverkehrs).

-          Überprüfung inwieweit der kommunale Fuhrpark auch mittels Elektrofahrzeuge bzw. Wasserstoff-/Brennstoffzellen-Fahrzeugen ergänzt werden kann.

-          Werben für ein Mehr an Homeoffice, um auch dadurch den Verkehr zu reduzieren.

-          Möglichst den Schwerlastverkehr aus unseren Stadtteilen heraushalten, beispielsweise durch die Herabstufung der Kreisstraße zum Grünwiesenweiher zur Gemeindestraße und entsprechenden Durchfahrtsverboten.

-          Bezüglich der Ansiedelung von Gewerbe auch die „Arbeitsplatzintensität“ beachten (Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen vor Ort reduziert durch weniger „auspendeln“ auch die Verkehrsbelastung).

 

Welche Energieversorgung sollte in Neu-Anspach realisiert sein/ werden? Was werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen?

-          Ausweitung der Nutzung erneuerbare Energie (Holzhackschnitzel inklusive Kraft-Wärme-Kopplung/Optimierung der Flächennutzung geeigneter Photovoltaikstandorte, ….)

-          Optimierung der Energieeinsparung, wo immer es geht. Ausnutzen aller möglichen Programme des Bundes und des Landes und werben für deren Umsetzung.

-          Verstärkte Nutzung von Wärmepumpen und Solaranlagen, insbesondere bei Neubauten.

-          Verstärkte Nutzung des Regenwassers zur Bewässerung von Grünflächen und zur Versickerung, verstärkter Einsatz von Brauchwasserleitungen bei Neubauten (kommt es bei weiteren heißen Sommern zu weiteren Zugriffen auf das Grundwasser, beispielsweise im Vogelsberg und im Hessischen Ried, kann dies auch konkrete Auswirkungen für uns haben).

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FDP

Flächenverbrauch
Diesem Thema möchte ich vor der Beantwortung Ihrer Fragen eine kleine historische Betrachtung voransetzen, um unsere über die Jahre gewachsene Position deutlich machen zu können.
Die Gründe, weshalb Menschen nach Neu-Anspach ziehen, sind vielfältig. Zu Beginn der Entwicklungsmaßnahme in den 70er Jahren sah man hier ein Potenzial, das mit „Wohnen im Grünen“ beworben wurde, quasi ein idealisierter Kontrapunkt zur Tristheit und Enge der Metropole. Neu-Anspach errichtete ein Wohnraumangebot, das einem Kernwunsch vieler „Frankfurter“ entsprach: Wohnen im Eigenheim mit der Wahrung einer gewissen Individualität und Selbstständigkeit.
Die Gemeinde und spätere Stadt Neu-Anspach entstand am 1. Dezember 1970 im Zuge der Gebietsreform als freiwilliger Zusammenschluss von vier Gemeinden. Diese Gemeinden waren nicht natürlich zusammen-gewachsen, sondern waren zu klein, um auch nach der Reform noch als selbstständige Einheiten effizient verwaltet zu werden. Die Entscheidung zur Bildung einer Großgemeinde zielte im Folgenden auf eine Entwicklung der Besiedlung dieser Abstandsflächen zwischen den einzelnen Dörfern ab, und zwar sternförmig von der zentralen Gemeinde Anspach aus in Richtung Rod am Berg, Hausen-Arnsbach und Westerfeld. Dies war insbesondere auch deshalb notwendig, um den Ortsteilen eine übergreifende Integrität und damit auch eine neue Identität zu geben. Die Entwicklungsmaßnahme und Maßnahmen zur Verdichtung umfassten fast ausschließlich diese definierten Flächenstücke zwischen den Dörfern. Der entwicklungsfähige Flächenverbrauch war somit vordefiniert und bildete die planerische Grundlage.
Selbst die Ausweisung von Gewerbeflächen zwischen den Ortsteilen Anspach und Westerfeld/Hausen war durchaus mit der Besiedelungspolitik der Abstandsflächen vereinbar und sicherte eine gewerbliche Infrastruktur für die junge Stadt.
Die überwiegende Bebauung wurde zielgruppengemäß überwiegend als EFH-Bebauung mit Gartengrundstücken und kleinen Parkanlagen durchgeführt, gefolgt von folgerichtigen Beschlüssen, auch ein attraktiveres Gewerbeangebot und Einkaufsmöglichkeiten zu bilden. Selbstverständlich entstand auch ein Bedarf an Betreuungseinrichtungen und Schulen, der nach und nach mittels der beiden Grundschulen und der Integrierten Gesamtschule befriedigt wurde.
Die Bebauung in Neu-Anspach zeigt unseres Erachtens also keinesfalls Wildwuchs, sondern zeugt von einer Siedlungspolitik, die versuchte, den ökologischen Schaden durch entzogenes Grün mittels lockerer Bauweise, Erhalt der Umgebungslandschaft und eine räumlich definierte Begrenzung zu kontrollieren. Die Absolutheit dieser Aussage muss man natürlich relativieren durch die ein oder andere Bausünde, die ein konsistentes Baugefüge provoziert und der man obligatorisch die Bildung von naturbelassenen Ausgleichsflächen hätte abverlangen müssen.
Es gab in Neu-Anspach seit der Jahrtausendwende keine größeren Entwicklungsmaßnahmen mehr, was sich seit einigen Jahren in einem Rückgang der Bevölkerung niederschlägt: Erwachsen gewordene Kinder ziehen weg mangels Wohnraumangebot und lassen ihr Eltern in oftmals ‚zu‘ großen Häusern zurück. Hier knüpft das Entwicklungskonzept „ISEK 2040“ an, das in sehr vielen Bereichen unsere volle Unterstützung findet. Es hat sich auch in dieser integrierten Stadtentwicklungsplanung niedergeschlagen, dass seit einigen Jahren der Rhein-Main-Verbund von den Gemeinden des Hochtaunuskreises einen entsprechenden Beitrag an Wohnungsbaumaßnahmen fordert zwecks Entlastung der Metropolregion. Auf Neu-Anspach entfiele demnach bis zum Jahr 2030 ein Bedarf von rund 800 neuen Wohnungen, um dem Wanderungsdruck in die Metropole entsprechend nachzugeben.
Wenn Sie nach unserer Einschätzung zum Flächenverbrauch fragen, muss ich zuerst feststellen, dass der zusätzliche Verbrauch u.E. für die Bildung eines größeren Gemeindewesens in der Vergangenheit eine Grundlage hatte, auch in Bezug auf Dichte und Durchlässigkeit. Sicherlich haben sich auch andere Gemeinden und Städte weiterentwickelt, um den zusätzlichen Wohnungsbedarf als Folge von fluchtbedingter Migration, EU-Wanderungsbewegungen, aber auch durch einen einzigartigen Alterungseffekt zu befriedigen. Alle diese Städte, ob direkt oder indirekt durch Suburbanisierungstendenzen, sehen einen erhöhten Flächenbedarf, wenn man nicht weitreichende Änderungen der Wohnform, hin zur mehr- und vielstöckigen Bauweise wechseln möchte.
Da gleichzeitig aber die Klimaänderung zu einem Rückgang der lebenswichtigen Ressource Wasser führt, was auch Neu-Anspach nach mehreren Trockenperioden deutlich zu spüren bekam, stellt sich die Frage, wie man zusätzlichen Wohnungsbedarf und zusätzlichen Flächenbedarf in Einklang halten kann.
Nun, nach dieser etwas längeren Vorrede, also konkret zu Ihrer ersten Frage:
• Wir denken, dass unter den bekannten ökologischen Bedingungen der Vergangenheit, der Flächenverbrauch in Neu-Anspach relativ zur unbebauten Umgebungsfläche in einem grundsätzlich unschädlichen Verhältnis stand.
• Die Änderungen des Lokalklimas der letzten Jahre hat dazu geführt, dass wir künftige Baumaßnahmen sehr stark an ökologischen Kriterien ausrichten müssen.
• Neubauten in Neu-Anspach unterliegen ja schon einige Zeit einer obligatorischen Zisternensatzung zur Schonung der Wasserressourcen in unserem direkten Einzugsgebiet. Die FDP steht darüber hinaus einer Förderung von Investitionen in Zisternenanlagen auch im Altgebäudebestand positiv gegenüber.
• Wir plädieren für die Suche nach weiteren Wassereinzugsgebieten sowie entsprechende Speichermöglichkeiten, um Spitzenbedarfszeiten geschickt mit Vorräten aus der regenreichen Zeit abzudecken.
• Ziel muss sein, Zukäufe von Hessen-Wasser nicht weiter zu erhöhen.
• Wenngleich wir auch die Innenverdichtung der Altortskerne unterstützen, dürfen wir nicht vergessen, dass natürlich auch dort zusätzlicher Flächenverbrauch stattfindet. Lediglich die Bau-Kohärenz erhöht sich zugunsten einer reduzierten Flächendiffusion, was städtebautechnisch eine wünschenswerte Entwicklung ist.
Insgesamt denken wir, dass der Flächenverbrauch in Zukunft obligatorisch in die Planung einzubeziehen ist, mit all seinen positiven und negativen Eigenschaften, und einer volatilen Umwelt stärker als Kennziffer und Kontrollparameter gerecht werden muss. Konkret hieße das, dass beispielsweise bei der Baugenehmigung für den Edeka-Neubau weitere Potenzialflächen hätten berücksichtigt werden müssen, die einen weniger gravierenden Einschnitt in die Natur und weniger oder keinen zusätzlichen Einkaufsverkehr verursacht hätten. Ein Flächenverbrauchs-Index könnte hier in Zukunft Abhilfe schaffen und objektive Beurteilung der Maßnahme unterstützen.

Verkehr
Sie fragen nach dem Verkehr in Neu-Anspach, d.h. ich nehme an, dass es hier nicht um die Frage des außerstädtischen Verkehres und den ÖPNV geht. Diesen Bereichen gehe ich somit in meiner Antwort nicht weiter nach, weise aber gerne auf grundsätzliche Positionen der FDP hin.
Wenn Sie von dem Verkehr in Neu-Anspach sprechen, geht es vermutlich in erster Linie um den Autoverkehr, zu dem ich außer Personenkraftwagen auch Nutzfahrzeuge aller Art wie Lieferwagen, Busse, Lastkraftwagen und sonstige Fahrzeuge zähle.
In Neu-Anspach wirkt sich zuerst einmal günstig auf den Innerortspersonenverkehr aus, dass Großmärkte wie Edeka, Aldi und Lidl, mit hohen Besuchsfrequenzen, alle in direkter Umgebung zueinander gelegen sind. Das reduziert die Zahl der Zwischenstopps bei Einkaufstouren und belässt die Fahrzeuge eher in einem Ruhezustand. Konterkariert wird dieser Vorzug nun allerdings durch die geplante Verlagerung des Edeka-Marktes in ein neu zu schaffendes Gewerbegebiet, was das fußläufige Einkaufen in der „Supermarkt-Zone“ erschwert und letztlich doch zu einer erhöhten Nutzung des Privat-Pkws führt.
Eine Fokussierung wirkt sich selbstverständlich auch begünstigend auf den Zulieferverkehr aus, dem Wege durch die Ortskerne erspart bleiben. Die direkte Anbindung an die Heisterbachstraße sorgt dafür, dass zu- und abfließender Lieferantenverkehr den Rest der Stadt nicht oder nur peripher belastet. Die Verbindung über diese Spange in Richtung Usingen sorgt auch für einen schnellen Abfluss des Umgebungsverkehrs.
Insgesamt ist die Positionierung von Supermärkten gemeinsam mit dem Gewerbegebiet günstig zu sehen, da ein hohes und belastendes Bewegungspotenzial von den Ortskernen ferngehalten wird. Auch andere Auto-intensive Gewerbe, wie beispielsweise die Deutsche Post, sind am selben Standort gut räumlich von den Ortsteilen getrennt.
Bei der künftigen Bildung einer neuen Mitte ist darauf zu achten, dass das zu erwartende Verkehrsvolumen nur eine maßvolle Veränderung mit sich bringt. Dies gilt auch für den ruhenden Verkehr an dieser Stelle, für den weitere Versiegelungen von Grünflächen streng kontrolliert werden müssen.
Der Busverkehr gliedert sich in Neu-Anspach überwiegend in den Zubringerverkehr zu den Bahnhöfen und den Schulverkehr. Wegen der immer noch größeren Distanzen zwischen den Ortsteilen sehen wir hier auch keine Möglichkeit, das Verkehrsaufkommen zu verringern – im Gegenteil: mit einer leicht höheren Taktung der künftigen S-Bahn könnte hier noch Zusatzbedarf entstehen. Es ist wichtig, diese öffentlichen Verbindungen zwischen den Ortsteilen zu erhalten und notfalls zu erweitern, insbesondere wenn dadurch der Individualverkehr reduziert werden kann.
Insgesamt gibt es in Neu-Anspach, wie in vielen Städten und Gemeinden, Spitzenzeiten, in denen das Verkehrsaufkommen verstärkt wahrgenommen wird. Insbesondere die Zufahrt aus Richtung Heisterbachstraße hat scheinbar an Aufkommen zugenommen, was sich aber auch mit dem zunehmenden örtlichen Berufsverkehr und den dann häufigeren ÖPNV-Verbindungen zu diesen Spitzenzeiten vermischt.
Wie wir in unserem Antwortschreiben zu Fragen des VdK in Neu-Anspach bereits aufgezeichnet haben (s.a. Der VdK fordert - die FDP antwortet | FDP Neu-Anspach (fdp-hessen.de)), halten wir ein konsequenteres Vorgehen gegen „Verkehrssünder“ überall dort für notwendig, wo Bürgerinnen und Bürger durch Parkverstöße behindert werden oder wo sie aufgrund von engen Gehwegen gezwungen sind, mit Rollstuhl oder Kinderwagen auf die Straße auszuweichen. Wir unterstützen eine klare räumliche Trennung von Bushaltestellen und Containerentsorgung. So grenzt beispielsweise in der Straße ‚Auf der Hochwiese‘ der Glasmüllcontainer direkt an die Bushaltebucht, was hin und wieder zu Konflikten führt.
Im Zuge von ISEK unterstützen wir mehr Fuß- und Radwege zwischen den Ortsteilen und den beiden Bahnhöfen. Es ist überhaupt erfreulich zu sehen, wie sehr die Radnutzung in den wärmeren Monaten eines Jahres zugenommen hat und viele typische „Autofahrten“ ersetzt. Selbstverständlich sind wir realistisch genug, die Witterungsab-hängigkeit der Radnutzung zu erkennen, sehen aber schon einen Gewinn, wenn im Jahresmittel dadurch eine Entlastung des Autoverkehrs entsteht.
In der aktuellen Situation sehen wir die Verkehrssituation in Neu-Anspach in Teilbereichen schon als problematisch an, insbesondere auch bzgl. einer Verlangsamung des Verkehrsflusses durch mehr ruhenden Verkehr. So hat sich die Zahl der Fahrzeuge nicht nur im Zuge der Entwicklungsmaßnahme über die Jahre erhöht, auch in der Folge sind Zweitwagen und Fahrzeuge der herangewachsenen Kinder hinzugekommen. Bei künftigen Bauvorhaben, ist davon auszugehen, dass die Infrastruktur weiter belastet wird. Insoweit sind alle infrastrukturellen Konsequenzen bei künftigen Bauvorhaben zwingend in die Entscheidung miteinzubeziehen.

Energieversorgung
Wenn man an der Energieversorgung einer Stadt etwas ändern will, kann man das auf unterschiedliche Arten tun: Man schreibt bestimmte Energieformen für Neubauten vor, man fördert die Umstellung im Zuge von Renovierungsarbeiten und Erneuerungen am Altbestand, oder man verbietet per Dekret herkömmliche Energieformen. „Verbieten“ und „Vorschreiben“ sind nicht so unser Ding, wir stehen für Motivieren und Fördern. Fossile und umweltbelastende Energien schaffen sich im Zuge eines neuen Klimaverständnisses von selbst ab, auch aufgrund höherer Preise und zusätzlicher CO2-Besteuerung. Wir wollen dazu beitragen, ein positives Bewusstsein zu erzeugen, mit erneuerbaren Energieformen etwas Gutes zu tun. Im Sinne eines positiven „Nudging“ in Kombination mit einer Preisdifferenzierung zählen wir darauf, dass sich in einem Großteil der Bevölkerung ein verantwortungsvolles Heizen in diesem Sinne durchsetzen lässt.
Dabei wollen wir nicht nur eine Energieform präferieren, sondern wollen Bauherren und Gebäudebesitzern umweltfreundliche Energieformen anbieten, für die die Stadtverwaltung bestens gerüstet ist, in technischer Hinsicht und auch mit einem qualifizierten Beratungsservice. Diese umfassen definitiv alle Formen des Luft-Wärme-Tauschs, Geothermie, und Solaranlagen zur Eigenstromproduktion und damit zur Sicherung des hohen Strombedarfs der Wärmetauschpumpen. Windkraftanlagen vor Ort unterstützen wir nicht, da diese Bauwerke einen hochgradigen Industrialisierungsgrad generieren, der in Disharmonie zu Wohnwert, Lebensqualität und touristischem Wert unserer „Stadt im Grünen“ stehen. Darüber hinaus befürchten wir ökologische Einschnitte in einem bereits verletzten Waldgebiet und einen zusätzlichen Flächenverbrauch.
Ergänzend zur Energieform beobachten wir mit Interesse die Entwicklung von kinetischen Speichern, die in der Lage sind, Strom für eine Verwendung in Spitzenzeiten zu speichern. Grundsätzliche Probleme von erneuerbaren Energieformen in Bezug auf das asynchrone Produzieren von Sonnen- und Windenergie in Relation zu üblichen
Verbrauchszeiten würden dadurch gelöst werden und eine ergänzende traditionelle Energieerzeugung weiter zu reduzieren.
Langfristig sollte es Ziel sein, die Ausstattung mit Gasbrennern - lange Zeit eine obligatorische Vorgabe für Bauherren in Neu-Anspach – nach und nach zu Gunsten von erneuerbaren Energieformen zurückzufahren.
In unserer politischen Arbeit im Neu-Anspacher Parlament stehen wir für eine positive Energieperspektive, die eine zusätzliche Belastung der Bürgerinnen und Bürger durch Schadstoffe weitgehend vermeidet bzw. eine existierende Belastung reduziert. Wir werden die Öffentlichkeitsarbeit diesbezüglich fördern i.S.v. Beratungen zur Ausgestaltung und Förderungsmaßnahmen und an die Vorbildfunktion öffentlicher Einrichtungen appellieren, bei Ersatzmaßnahmen eine entsprechende Änderung der energietechnischen Ausrüstungen ins Auge zu fassen.

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FWG

Flächenverbrauch
Wie bewerten Sie den Flächenverbrauch vor Ort? Was werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen, um den Flächenverbrauch zu minimieren?
Ich  bin der Meinung, dass wir zu großzügig mit unseren Flächen umgegangen sind. Hier sei nur das Beispiel der Parkplätze genannt. Parkplätze von Handelsketten oder großen Wohnkomplexen gehören unter die Erde, mit anderen Worten man sollte Tiefgaragen bauen. Bestes Beispiel EDEKA. Ich bzw. wir haben uns immer gegen den Standort für EDEKA ausgesprochen. Wir haben nichts dagegen, dass EDEKA sich vergrößern möchte. Dies hätte man an dem bereits genutzten Grundstück tun können. Man hätte den Markt auf der vorhandenen Fläche vergrößern können. Die notwendigen Parklätze hätten dann unter dem Markt Platz gefunden, und man hätte noch über dem Markt Wohnungen unterbringen können.

Ich stehe hinter dem Masterplan 2040, der von unseren Bürgern entwickelt wurde und stimme einem behutsamen Ausbau von Neu-Anspach zu. Ich werde mich auch weiterhin darum kümmern, dass der zukünftige Flächenverbrauch minimiert wird. Hier sei als Beispiel REWE genannt, die Ihre Verkaufsfläche ebenfalls vergrößern möchte. Die Planung von REWE  sieht allerdings vor, die Parkplätze oberirdisch zu belassen. Dem werde ich so nicht zustimmen. Auch hier besteht die Möglichkeit den Ausbau so vorzunehmen, dass die Parkplätze in einer Tiefgarage untergebracht werden. Auch hier kann darüber nachgedacht werden, ob über dem Markt Wohnraum entstehen kann. Dies waren nur kleine Beispiele für eine Flächenminimierung.

Falls ich gewählt werden sollte, möchte ich in der nächsten Legislaturperiode dafür sorgen, dass wir für Neu-Anspach eines Flächenkataster erstellen, in dem Leerstände von Wohnungen, Gewerbeflächen, Brachflächen und Baulücken erfasst werden. Dies hilft bei der Umsetzung für preiswerten Wohnraum und notwendigen Gewerbeflächen. Wir müssen auch das Potenzial einer Nachverdichtung nutzen (siehe auch Masterplan 2040), ohne den Charakter von Neu-Anspach zu verändern. Ich (wir) lehne Bauvorhaben ab, die zu viele Geschosse haben und zu massig angelegt sind, wie z.B. die Bebauung der Bahnhofstraße 71-73, der wir im Parlament nicht zugestimmt haben. Ich werde in Zukunft kritisch bleiben und meine Bedenken in den entsprechenden Sitzungen und Ausschüssen vortragen.

Verkehr
Wie ist ihre Einstellung zum Verkehr in Neu-Anspach? Welche Maßnahmen werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – anregen und unterstützen?
Gott sei Dank ist die Verkehrssituation in Neu-Anspach noch nicht so kritisch, wie in anderen Kommunen und Städten. Ich sehe allerdings ein Problem darin, dass Schwerlastverkehr durch unsere Ortsteile (Beispiel  die Hauptstraße in Hausen) mit Wohnbebauung geleitet wird und nicht wie geplant über die Heisterbachstraße abgeleitet wird.

Zukünftig möchte ich mich auch dafür einsetzen, dass alle unsere Hauptverkehrstrassen mit Radwegen Zug um Zug ergänzen werden. Radfahren soll attraktiver und sicherer werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die verkehrstechnische Anbindung unserer Stadt mit dem Umland und Siedlungsschwerpunkte, beispielsweise durch ÖV und durch Radwegschnellwege.  Hierfür wird allerdings ein solider Haushalt benötigt.

Bzgl. der Mobilität setze ich (wir) auf den Wechsel von E-Mobilität auf „grüne Wasserstoff“-Mobilität“! „Grüner Wasserstoff“  wird durch Elektrolyse mithilfe von Strom aus erneuerbarer Energie (Windkraft, Solarenergie) erzeugt, was komplett emissionsfrei ist. Ein weiterer Vorteil von  „grünem Wasserstoff“ ist, dass er als Energie-Speicher genutzt werden kann. Nutzt man den überschüssigen Wind- oder Solarstrom für die Elektrolyse, fungiert der dabei erzeugte Wasserstoff als chemischer Zwischenspeicher für die gewonnene Energie.  Herrscht dann wieder ein erhöhter Strombedarf, kann dieses Gas in Gaskraftwerken verbrannt oder zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden.  Wasserstoff gilt deshalb heute als einer der wichtigsten Helfer bei der Dekarbonisierung der Energiesysteme und als wichtige Ergänzung zu erneuerbaren Energien.

Energieversorgung
Welche Energieversorgung sollte in Neu-Anspach realisiert sein/werden? Was werden Sie – im Falle ihrer Wahl – unternehmen?
Ich (wir) sind offen für Wind, Sonne, Bioenergie und Erdwärme. Und wir setzen auf „Grünen Wasserstoff“. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass wir städtische Beratungen für unsere Bürger zu den Themen Energie- und Wasser sparen anbieten werden.

Wir haben ebenfalls im Februar 2020 in der Stadtverordnetenversammlung dafür plädiert, dass in Neu-Anspach eine Wasserstofftankstelle eingerichtet wird.

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NBL

Flächenverbrauch

Einen weiteren Flächenverbrauch zur Bebauung können wir nicht gänzlich ausschließen.
Bekanntlich setzen wir uns für ein weiteres Gewerbegebiet ein, weil dieses natürlich auch durch ortsnahe Arbeitsplätze nachhaltige ökologische Effekte hat (kurze Wege), den Menschen Zeit und Geld spart und vor allem zu höheren Gewerbesteuereinnahmen führt, was wiederum die Grundsteuerseite für alle Bürgerinnen und Bürger entlastet.

Allerdings wollen wir den Flächenverbrauch im Interesse unserer wundervollen Landschaft und auch im Interesse unserer örtlichen Landwirtschaft sowie vor allem im Hinblick auf ökologische Belange (Wasserversickerung, CO² Speicher) so gering wie nur irgendmöglich halten.

Wir setzen uns deshalb dafür ein, keine großen Baugebiete mehr in Neu-Anspach auszuweisen, sondern nur noch kleine Gebiete, um den Bedarf der Kinder von Neu-Anspacher Bürgerinnen und Bürgern zu decken.

Soweit Flächenverbrauch stattfindet, den wir, wie ausgeführt, so gering als nur irgendmöglich halten möchten, müssen in jedem Fall hinreichende Ausgleichsmaßnahmen beschlossen und deren Umsetzung auch strikt kontrolliert werden.

Verkehr

Durch die Verlängerung der S5 – zunächst bis Usingen, später bis Grävenwiesbach und weiter – sollte es zunächst einmal gelingen, möglichst viel Berufsverkehr auf die Schiene zu verlagern.

Nicht zuletzt nehme ich als Beispiel hier mich selbst, wenn die S5 bis Usingen fährt, dann könnte ich in Zukunft vollständig auf Autofahrten zum Gericht nach Frankfurt verzichten, weil ich in angemessener Zeit von Usingen direkt bis zur Konstabler Wache fahren könnte.

Zur Vermeidung von weiterem innerörtlichen Berufs- und Lieferverkehr sollten künftige Gewerbegebiete und kleinere Baugebiete so angesiedelt werden, dass der Verkehr direkt über die überörtlichen Straßenverbindungen an- und abgeleitet werden kann.

Ich kenne mehrere – auch kleinere – Städte, die über ein ausgezeichnetes Bussystem verfügen, bei dem man ohne große Laufwege zur nächsten Bushaltestelle gelangt und in kurzen Taktzeiten sämtliche innerstädtischen Fahrten und Einkäufe erledigen kann.

Wie man solche Modelle auch auf Neu-Anspach übertragen kann, dafür habe ich aber leider kein Patentrezept, es wären entsprechende Überlegungen zu diskutieren.

Energieversorgung

Hinsichtlich der Energieversorgung von Neu-Anspach sollte in Zukunft bei allen Neubauten und bei der Sanierung von Altbauten zunächst einmal in erster Linie am Thema der Energieeinsparung gearbeitet werden. Soweit Energie benötigt wird, sollten hierfür möglichst weitgehend regenerative Energien genutzt werden, die heute auch für Privathaushalte und öffentliche Gebäude in sehr vielfältiger Weise technisch zur Verfügung stehen.

Insgesamt befürworten wir, auch im öffentlichen und privaten Verkehr, die verstärkte Nutzung von Wasserstoff, der natürlich möglichst als „grüner“ Wasserstoff produziert werden muss, um ökologische Wirkung zu entfalten.

Wir haben in diesem Zusammenhang auch beantragt, die Errichtung einer Wasserstofftankstelle in Neu-Anspach zu prüfen, was bisher allerdings vom Magistrat noch nicht umgesetzt worden ist.

 

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SPD

Flächenverbrauch
Die SPD Neu-Anspach ist gegen die Ausweisung neuer großer Baugebiete, die mit einem massiven Flächenverbrauch einhergehen. In den kommenden Jahren gilt es, die Natur in und um Neu-Anspach zu erhalten. Das schließt die Versiegelung neuer, großer Flächen aus. Bei der Ausweisung neuer Baugebiete setzen wir vorrangig auf Nachverdichtung im Innenbereich. Es ist uns allerdings auch wichtig, dass ausreichend innerörtliche Grünflächen und insbesondere Frischluftschneisen erhalten bleiben (s. auch https://mein-neuanspach.de/programm/umwelt-natur-und-klimaschutz/)

Verkehr
Die SPD Neu-Anspach setzt sich für die Förderung und Unterstützung einer umfassenden Verkehrswende in Neu-Anspach ein. Hierzu zählen unter anderem:
- Die Erstellung eines Radwegekonzepts, definiert nach Haupt- und Nebenverbindungen sowie das Erstellen geschützter Fahrradstreifen auf den Fahrbahnen. Neu-Anspach muss endlich auch gut mit dem Fahrrad erschlossen werden.
- Eine Reduzierung des Individualverkehrs durch die Etablierung eines kommunalen Carsharings und sog. Mitfahrbänke
- Eine Reduzierung der Geschwindigkeitsbeschränkung an neuralgischen Stellen auf Tempo 30
- Den Ausbau des ÖPNV, insbesondere eine bessere Taktung von Bussen und Bahnen.
Das ist nur eine kleine Auswahl unserer Ideen. Unsere sonstigen Forderungen sind abrufbar unter https://mein-neuanspach.de/programm/verkehr/.

Energieversorgung
Die SPD Neu-Anspach strebt einen Ausbau der erneuerbaren Energien in Form von Solarenergie in Neu-Anspach an. Hierfür soll insbesondere die Beratung seitens der Stadt für private Bauvorhaben intensiviert werden. Gleichzeitig setzen wir uns für die Gründung von Bürgergenossenschaften ein, um auf öffentlichen Grundstücken Solarflächen zu verwirklichen (s. auch https://mein-neuanspach.de/programm/umwelt-natur-und-klimaschutz/).

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 Sobald weitere Antworten vorliegen, werden diese nachgetragen.

Wahlprüfsteine die Kommunalwahl am 14. März 2021 für Usingen

Der BUND hat allen Parteien/Kandidaten folgende Fragen gestellt und die nachfolgenden Antworten bekommen:

Flächenverbrauch
Wie bewerten Sie den Flächenverbrauch vor Ort? Was werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen, um den Flächenverbrauch zu minimieren?

Verkehr
Wie ist ihre Einstellung zum Verkehr in Neu-Anspach? Welche Maßnahmen werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – anregen und unterstützen?

Energieversorgung
Welche Energieversorgung sollte in Neu-Anspach realisiert sein/werden? Was werden Sie – im Falle ihrer Wahl – unternehmen?

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Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Flächenverbrauch

Wie bewerten Sie den Flächenverbrauch vor Ort? Was werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen, um den Flächenverbrauch zu minimieren?

Beim Boden handelt es sich um eine nicht vermehrbare natürliche Ressource. Deshalb muss dies bei allen Planungen von Bau- und Gewerbegebieten sowie Straßenplanungen berücksichtigt werden, damit wertvolle Biotope und Lebensräume für Tiere nicht zerstört werden. Gerade der Bodenschutz muss berücksichtigt werden. Böden sind wichtige Ökosysteme und haben eine wichtige Funktion für den Stoff- und Wasserhaushalt. Sie sind

u. a. Filter und Puffer für den Grundwasserschutz bzw. die Grundwasserneubildung. Daneben sind sie Kohlenstoffspeicher und für den Austausch unterschiedlicher klimarelevanter Gase wichtig.

Wichtig ist auch, dass wertvolle landwirtschaftliche Flächen erhalten bleiben, damit hier weiter Nahrungsmittel produziert werden können und diese nicht verloren gehen.

In Usingen wollen wir eine nachhaltige Entwicklung mit einem abgestimmten Stadtentwicklungsplan, damit der Flächenfraß und die Zersiedelung gestoppt werden. Hier sollen alle politischen und stadtplanerischen Instrumente genutzt werden, damit nachhaltig gebaut wird: optimale Klimabilanz von Neubauten und flächenschonende Bauweise.

Hier geht für uns die Innenentwicklung in der Stadt und den Ortsteilen vor der Inanspruchnahme neuer Flächen im Außenbereich. Industriebrachen können neu belebt werden, statt wertvolle Grünflächen zuzubetonieren. Dort, wo Industrie und Produktionsbetriebe tatsächlich neue Flächen benötigen, entwickeln wir die Gebäude flächensparend, natursensibel, energieeffizient und architektonisch hochwertig.

Durch den Klimawandel haben wir immer mehr Starkregenereignisse. Auf versiegelten Flächen kann das Regenwasser schlecht im Boden versickern. Kanalisation und Vorfluter können die Regenmassen nicht aufnehmen und führen zu Überschwemmungen, deshalb müssen auch Flächen entsiegelt werden.

Bei Neubebauung müssen immer die verkehrlichen und ökologischen Auswirkungen berücksichtig werden, z. B. Wasserknappheit und Artenschutz.

Ein Leerstandskataster sollte geschaffen werden, um mögliche Potenziale zu ermitteln, damit keine zusätzlichen Flächen versiegelt werden. So kann der Flächenverbrauch gesenkt werden. Durch „Flächenrecycling“ vor dem Neubau auf der „Grünen Wiese“ schützen wir wertvolle Böden vor Versiegelung und erhalten Biotope und Lebensräume für Tiere. Dies dient auch der Artenvielfalt.

Verkehr

Wie ist ihre Einstellung zum Verkehr in Usingen? Welche Maßnahmen werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – anregen und unterstützen?

Usingen wird durch zwei Bundestraßen durchzogen und leidet unter dem Durchgangsverkehr. Allerdings gibt es auch zusätzlichen Ziel- und Quellverkehr (ca. 6.000 Autofahrten), der durch Stadtplanungen wie die Großmärkte „Am neuen Marktplatz“ von außerhalb nach Usingen gezogen wird. In erster Linie wurde hier der motorisierte Individualverkehr mitgedacht. Weder wurden die verkehrlichen Auswirkungen der Märkte durch ein Verkehrskonzept berücksichtigt, noch sind die Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr gut. Durch den jetzt geplanten Kreisel in der Bahnhofstraße soll der automobile Verkehr besser „fließen“ und wird noch mehr Autoverkehr anziehen.

Wir GRÜNE wollen die Verkehrswende hin zur umweltgerechten Mobilität. Eine gute Verkehrsplanung berücksichtigt nicht nur Autos, sondern auch Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Durch die neuen E-Bikes und Pedelecs fällt der Umstieg vom Auto auf das Rad bei kurzen Strecken besonders leicht. Es müssen aber auch die Bedingungen stimmen: Radwege und Abstellplätze müssen fahrradfreundlich sein. Außerdem müssen bei allen städtischen Planungen der ÖPNV, der Fuß- und Radverkehr konsequent mitgedacht werden. Ein gut ausgebauter Nahverkehr ist der Schlüssel für die Energie- und Verkehrswende vor Ort. Deshalb haben wir GRÜNE ein besonderes Augenmerk auf dieses Thema und bringen uns immer wieder mit Ideen für die Verkehrswende ein. Wir GRÜNE wollen das Unterwegssein in Usingen bequem, sicher, stressfrei und für alle bezahlbar machen. Unsere Mobilität darf nicht weiter das Klima aufheizen, Lärm verursachen und die Luft in Usingen verschmutzen. Es braucht gute Möglichkeiten, damit das Auto, besonders im Nahbereich, einfach mal stehengelassen wird. 50% der innerstädtischen PKW-Fahrten bundesweit finden im Nahbereich bis 5 km statt und können auf das Fahrrad verlagert wird. Das schont die Umwelt, entlastet die Straßen und verbessert das Lebensgefühl aller.

 So sieht unser 10-Punkte-Plan für eine umweltfreundliche Verkehrswende in Usingen aus:

  • Nahmobilität-Check
    Mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen und eine vernetzte Mobilitätsplanung von unten nach oben: Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und dann das Auto, barrierefreie Verbindungen und Fahrradabstellanlagen.
  • Eine verbesserte Anbindung des ÖPNV auch außerhalb der Schulzeiten
  • Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der Stadt und den Ortsteilen
  • Ausbau E-Ladestationen im öffentlichen Raum und Fahrradgaragen mit Stromanschluss am Usinger Bahnhof
  • Ortsein- und Ausfahrten durch wirksame Maßnahmen verkehrsberuhigen. Das bringt mehr Verskehrsicherheit, weniger Lärm und Schadstoffe und so mehr Lebensqualität für die Anwohner*innen
  • Nein zur Planung der Nord-Ost-Umfahrung. Der Verkehr in der Innenstadt wird durch die Umfahrung nur wenig abnehmen. Viele Autofahrer*innen kommen aus Usingen oder wollen nach Usingen. Die Nord-Ost-Umfahrung zerschneidet mehr als 31 ha wertvolle Flächen für die Bauern und zerstört wichtige Naherholungsgebiete. Radwegeplanung, die auch die Ortsteile berücksichtigt
  • Radbeauftragte*r als Kümmerer*in
  • Sicherer Schulweg zu Fuß und mit dem Rad. Gutes und sicheres Angebot über die Plattform Schülerradroutenplaner Hessen
  • Bürger*innenbus und Mitfahrer*innenbänke

Energieversorgung

Welche Energieversorgung sollte in Usingen realisiert sein/werden? Was werden Sie – im Falle ihrer Wahl – unternehmen?

Die Energiewende wollen wir gemeinsam mit den Bürger*innen gestalten. Wir wollen mehr Energie in Bürger*innenhand – Stromerzeugung aus Wind und Sonne, von Energiegenossenschaften betrieben. Wir fordern Beratungs- und Unterstützungsangebote für Bürger*innen und Unternehmen, damit sie von der Energiewende profitieren können.

Wir müssen Usingen an die jetzt schon stattfindenden Auswirkungen der Klimakrise anpassen, indem wir den Schutz vor Hitze, Extremwetterlagen und Dürre verbessern.

Wir wollen, dass Usingen seinen Strom- und Wärmebedarf selbst produziert und eine 100% Erneuerbare-Energien-Stadt wird. Dafür soll das Solarkataster vom Land Hessen genutzt werden. Hier wird aufgezeigt, welche Dächer für Solar- und Fotovoltaikanlagen besonders geeignet sind.

100-Dächer-Programm als Anreiz für Solaranlagen auf dem Dach.

Strom-Spar-Wettbewerbe und Energieberatungen, die Bürger*innen und Unternehmen zum Energiesparen motivieren. Dadurch werden schädliche CO₂-Emissionen reduziert.

100 % Ökostrom und eine nachhaltige Beschaffung in der Usinger Verwaltung.

Rückkauf des Usinger Stromnetzes, damit auch hier Einfluss auf ökologische Ziele genommen werden kann und Gewinne bei der Stadt Usinger bleiben.

Endlich eine*n Klimaschutzbeauftragte*n in der Usinger Verwaltung, damit Klimaschutz als Querschnittsaufgabe in allen Verwaltungsbereichen berücksichtigt wird und entsprechende Maßnahmen wie z. B. CO2-Bilanz, CO2-Reduktion auf dem Weg zur CO2-neutralen Stadt umgesetzt werden können.

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SPD

Flächenverbrauch
Wie bewerten Sie den Flächenverbrauch vor Ort? Was werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen, um den Flächenverbrauch zu minimieren?

Die SPD sieht den Spagat zwischen Einschränkung des Flächenverbrauchs und dem Zuzugsdruck aus der RheinMainRegion, dem die Kommunen im Usinger Land ausgesetzt sind. Wir sehen auch die Notwendigkeit der Schaffung kleinteiligen Wohnraums zu bezahlbaren Preisen. Der Widerspruch ist groß. Usingen besitzt nur noch wenige kleine Bereiche, die sich für ein Neubaugebiet eignen. Unser Interesse ist die Nutzung bestehender bebauter Gebiete durch Innenverdichtung. Große Grundstücke sind für Familien kaum zu bezahlen. Um aber die demografische Entwicklung einigermaßen im Gleichgewicht zu halten, wollen wir die Gebiete neu beplanen. Innenverdichtung vor Inanspruchnahme der möglichen Flächen. Nutzung von Konversionsflächen vor freien Flächen.

Verkehr
Wie ist ihre Einstellung zum Verkehr in Usingen? Welche Maßnahmen werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – anregen und unterstützen?

Usingen mit seinen zwei Bundesstraßen ist schwer belastet. Die Nordostumgehung (NOU) ist für die SPD alternativlos. Das kostet landwirtschaftlich genutzte Flächen, sorgt aber für eine verkehrliche Entspannung der gesamten Kernstadt und wird auch Entlastung des Ausweichverkehrs durch die Stadtteile haben.

Das Lärmgutachten hat für eine Geschwindigkeitsreduzierung in Teilen der Innenstadt gesorgt (eine Forderung, die die SPD bereits 2014 gestellt hat). Diese Geschwindigkeitsreduzierung wollen wir ausweiten. Unser Wille: In Usingen mitsamt der Stadtteile wird innerhalb der Ortsschilder mit maximal 30 km/h gefahren.

Unser Anspruch an Verkehrsreduzierung bedeutet den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), die Einrichtung eines Bürgerbusses, die Schaffung von Mitfahrbänken, wo möglich das Umgestalten von Straßen mit Fahrradstreifen und einhergehend eine neue Verkehrslenkung durch die Wohngebiete. Für die Bundesstraßen lässt sich das erst mit der NOU realisieren.

Energieversorgung
Welche Energieversorgung sollte in Usingen realisiert sein/werden? Was werden Sie – im Falle ihrer Wahl – unternehmen?

In bestehenden Wohngebieten ist es wünschenswert die Energieversorgung für Heizung und warmes Wasser über zentrale Einheiten zu realisieren. Das sind überall langfristige Vorhaben und bedürfen zunächst einer starken Sensibilisierung der Eigentümer für die Notwendigkeit einer Investition zugunsten des Klimaschutzes. Ziel sollte sein, jedes Wohngebiet innerhalb der nächsten 30 Jahre an eine zentrale Wärmequelle verpflichtend anzuschließen.

Für mögliche neu zu entwickelnde Gebiete wollen wir solche Maßnahmen von vornherein festschreiben. Die SPD strebt grundsätzlich die Nutzung erneuerbarer Energie an. Wir können uns auch die Umwandlung von überschüssigem Strom nach dem Prinzip „power to gas“ vorstellen. Mit Aufmerksamkeit verfolgen wie die Entwicklung in den verschiedenen Modelleinrichtungen.

 

 

 

Sobald weitere Antworten vorliegen, werden diese nachgetragen.


 

 

 

 

Wahlprüfsteine für die Kommunalwahl am 14. März 2021 für Weilrod

Der BUND hat allen Parteien/Kandidaten folgende Fragen gestellt und die nachfolgenden Antworten bekommen:

Flächenverbrauch
Wie bewerten Sie den Flächenverbrauch vor Ort? Was werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen, um den Flächenverbrauch zu minimieren?

Verkehr
Wie ist ihre Einstellung zum Verkehr in Neu-Anspach? Welche Maßnahmen werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – anregen und unterstützen?

Energieversorgung
Welche Energieversorgung sollte in Neu-Anspach realisiert sein/werden? Was werden Sie – im Falle ihrer Wahl – unternehmen?

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Bündnis 90/DIE GRÜNEN

 

Flächenverbrauch
Wie bewerten Sie den Flächenverbrauch vor Ort? Was werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – unternehmen, um den Flächenverbrauch zu minimieren?

Aufgrund des kurz vor der Realisierung stehenden Neubaugebietes Neuerborn ist der Flächenverbrauch in Weilrod zur Zeit exorbitant hoch. Leider war es uns nicht gelungen, diese Bauplanung gegen die Mehrheit der Mitglieder der Gemeindevertretung zu verhindern. Wir hoffen jedoch, dass dieses Neubaugebiet die Nachfrage in unserer Gemeinde bis auf weiteres befriedigen kann und daher während der nächsten Jahre keine größeren Bauvorhaben mehr geplant werden müssen. Die Brisanz des Themas Flächenbrauch in unseren Land ist uns durchaus bekannt und es ist uns bewußt, dass wir weit von dem von der Bundesregierung gesetzten Zieles den Flächenbrauch bis auf Null zu reduzieren, entfernt sind. Wir wissen auch, dass unversiegelte Böden wesentlich zur Reduktion der CO2-Emmisionen beitragen, als Habitat für bodenbewohnende Lebewesen und als Standort von Wiesen und Blühflächen eine enorme Bedeutung für die Artenvielfalt haben und nicht zuletzt als landwirtschaftliche Flächen unsere Ernährung gewährleisten. Aus unserer Sicht ist die Bedeutung von unversiegelten Flächen noch nicht überall angekommen und wir haben daher vor, dafür zu sorgen, dass die politischen Vertreter und die Bürger für dieser Thematik stärker sensibilisiert werden. Des Weiteren wollen wir dafür und dafür einsetzen , dass in unserer Gemeinde geeignete Flächen wieder entsiegelt werden und neuer Wohnraum ausschließlich durch Verdichtung im Bestand und durch konsequente Innenentwicklung  geschaffen wird.

Verkehr
Wie ist ihre Einstellung zum Verkehr in Weilrod? Welche Maßnahmen werden Sie – im Falle Ihrer Wahl – anregen und unterstützen?

Der KFZ-Verkehr in Weilrod wird auch künftig zunehmen, forciert durch den Zuzug von neuen Mitbürger*innen und deren Fahrten zum Arbeitsplatz, zur Schule oder zum Einkaufen. Weilrod ist gut versorgt durch den öffentlichen Nahverkehr, leider wird er jedoch zu wenig von den Bürgern in Anspruch genommen. Zum Einen wollen wir durch das zusätzliche Aufstellen von E-Auto-Ladestationen  weitere Anreize für die Elektromobilität schaffen. So waren im September 2020 nur 18 E-Fahrzeuge in Weilrod zugelassen. Gerade in einer ländlichen Region, wo viele Fahrten nur über kurze Strecken zurück gelegt werden, ist ein E-Auto eine echte Alternative. Zum anderen halten wir es für wichtig, innerhalb der Ortschaften Tempo 30 durchzusetzen. Gerade innerorts, wo viele Kinder unterwegs sind, sollten wir dafür sorgen, dass deren Sicherheit gewährleistet ist. Wir alle wünschen uns mehr Ausflugsverkehr zur Belebung der Gastronomie und der Erholungsangebote. Die Probleme, die wir bedingt durch die Pandemie zur Zeit mit dem gesteigerten Ausflugsverkehr im Hochtaunus haben, haben uns in den letzten Wochen deutlich vor Augen geführt, dass wir vor allem eine kluge Besucherlenkung benötigen. Wir möchten daher anregen, dass zeitgemäße Konzepte entwickelt werden, Anreize für Ausflügler zu schaffen, den  ÖPNV zu nutzen oder den Ausflugsverkehr nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen und auf ausgewiesene Parkflächen zu lenken, um so den erholungssuchenden Menschen Zugang zu unserer schönen Landschaft zu bieten ohne die Natur übermässig zu belasten.

Des Weiteren möchten wir unsere Mitbürger*innen und Besucher*innen dabei unterstützen mit dem Rad zu fahren. Hier ist der Weiltalbus ein guter Anfang, unsere Gemeinde dem radfahrenden Ausflugsverkehr zugänglich zu machen. Wir möchte uns aber auch dafür einsetzen, dass das Radewegenetz ausgebaut und der Weiltalweg instandgesetzt wird ohne ihn zu asphaltieren und wir wollen uns dafür einsetzen, dass es für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen autofreie Zugangswege zum Weiltalweg gibt.

Energieversorgung
Welche Energieversorgung sollte in Weilrod realisiert sein/werden? Was werden Sie – im Falle ihrer Wahl – unternehmen?

Wir haben ja bereits sieben Windräder in der Gemarkung Riedelbach und eine Bürgersolaranlage auf dem Dach des KiGa in Rod a.d. Weil. Im letzten Jahr gab es eine breite Mehrheit im Gemeindeparlament, die weitere Standorte für Windenergie befürwortet. Hier läuft bereits ein Auswahlverfahren unter den Firmen, die sich für den Bau der Windräder beworben haben. Wir werden uns dafür einsetzen, dass es bei den neuen Windrädern eine Bürgerbeteiligung geben wird. Außerdem möchten wir erreichen, dass alle geeigneten Dächer von kommunalen Gebäuden mit Solaranlagen bestückt werden.

Im Bereich der erneuerbaren Wärmeversorgung dagegen, ist Weilrod sehr schlecht aufgestellt. Gerade für Weilrod wäre es wichtig, eine Nahwärmeversorgung auf Basis erneuerbaren Energien aufzubauen, da wir hier kein Erdgasnetz haben. Ab dem Jahr 2026 ist der Einbau von neuen Ölheizungen nicht mehr zulässig. Somit bleibt bei den unsanierten Häusern im Grunde nur der Umstieg auf eine Pelletheizung. Wärmepumpen sollten nur bei energetisch sanierten oder neuen Häusern eingesetzt werden, also da, wo der Wärmebedarf unter 80 kWh pro m² im Jahr liegt. Da bei einer Nahwärmeversorgung, Kessel mit Holzhackschnitzeln eingesetzt werden können, ist die Energieeffizienz höher als bei Holzpellets. Energieholz-Hackschnitzel kommen als Schwachholz aus dem Wald und fallen zwangsläufig bei Pflegemaßnahmen an. Ferner stehen Sägeholz und Rinde aus der Säge- und Holzindustrie in großen Mengen zur Verfügung. Außerdem können Hackschnitzel aus unbehandeltem Altholz, der Landschaftspflege oder dem Obstbaumschnitt sowie aus dem speziellen Energieholzanbau auf stillgelegten landwirtschaftlichen Flächen eingesetzt werden. Wir sollten schnellstens Machbarkeitskonzepte für alle Ortsteile in Auftrag geben, um bereits die ersten Nahwärmeleitungen mit den Glasfaserleitungen zu verlegen.

 

Sobald weitere Antworten vorliegen, werden diese nachgetragen.

 

Mitgliedersammlung mit Wahlen am 22. März 2021

 

Einladung zur Jahresmitgliederversammlung 2021

Ortsverband Usingen / Neu-Anspach

am 22. März 2021 ab 19:30 Uhr

 

Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Mitgliederversammlung virtuell durchgeführt. Die Zugangsdaten werden kurz vorher mitgeteilt. Daher ist eine Anmeldung zur Mitgliederversammlung bis zum 20. März 2021 notwendig

 

Tagesordnung:

TOP 1            Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit

TOP 2            Jahresbericht 2020

TOP 3            Kassenbericht 2020

TOP 4            Bericht der Kassenprüfer 2020

TOP 5            Diskussion, Entlastung des Vorstandes

TOP 6            Wahlen

TOP 6.1         Wahl eines Wahlleiters / einer Wahlleiterin

TOP 6,.2        Wahl des Vorsitzenden / der Vorsitzenden

TOP 6.3         Wahl des Schriftführers / der Schriftführerin

TOP 6.4         Wahl der Kassenprüfer / der Kassenprüferinnen

TOP 6.5         Wahl von bis zu 5 Beisitzern / Beisitzerinnen

TOP 6.6         Wahl der Delegierten

TOP 7            Verschiedenes

Bis eine Woche vor der JMV können Wahlvorschläge schriftlich eingereicht werden. Es ist sicher zu stellen, dass die Vorgeschlagenen bei der JMV anwesend sind.

Für den Vorstand 

Friederike Schulze

Vorschau auf den Februar und Rückblick auf Aktionen

Der Kinder-BUND am ersten Freitag im Monat
fällt Pandemie-bedingt leider weiter aus

 

BUND „Video-Stammtisch“ am 2. Februar von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr

Aufgrund der leider immer noch sehr unbefriedigenden Corona-Lage wird es auch im Februar keine Präsenzveranstaltungen geben. Wir sehen uns aber am 2. Februar auf dem Bildschirm, um über Vergangenes und Zukünftiges zu reden. Bitte zum Video-Stammtisch anmelden. Die Einwahldaten werden dann zugemailt.

 

Hilfe für den Wald im Taunus

Wir werden weiter in Einzelaktionen den Förstern im Wald helfen. Wer Informationen braucht, wo was gemacht werden kann – bitte Kontakt aufnehmen.  

 

Wir haben es satt! Aktion 2021

Toll, es haben doch Etliche mitgemacht bei der Fußabdruckaktion. Hier einige Fotos von BUND-Jugendlichen. Der BUND setzt sich für eine Landwirtschaft ein, die zum einen eine ökologische Landwirtschaft fördert, den Landwirten ein gerechtes Einkommen ermöglicht und für die Verbraucher gesunde Lebensmittel zur Verfügung stellt.

 

Baumschnittarbeiten im BUND-Garten
und der Parkanlage bei Adam Hall

Nadine Leiss, BUND-Mitglied und Fachfrau für den Obstbaumschnitt, hat Mitte Januar die Bäume im BUND-Garten und auch in der Parkanlage bei Adam Hall in Form gebracht. Für die Bäume in der Parkanlage bei Adam Hall hat der BUND Ortsverband Usingen-Neu-Anspach seit fast 10 Jahren die Patenschaft und alle zwei bis drei Jahre ist ein Schnitt fällig. So ist Nadine Leiss in diesem Jahr auf die Leiter geklettert, um den Obstbäumen einen fachgerechten Schnitt zukommen zu lassen.

 

Tipps (nicht nur) für den Februar
etwas für Natur und Umwelt zu tun:

Müll sammeln: Bei Spaziergängen einen Beutel für Abfall mitnehmen und diesen Abfall in der Mülltonne entsorgen. Gerade jetzt sehen wir viel Unrat in Wald und Feld. Das sieht zum einen nicht schön aus und kann z. B. für Vögel und andere Tiere auch zu einer Gefahr werden. Müll aus Kunststoff verrottet erst in Jahrzehnten oder gar in Hunderten von Jahren und belastet in dieser Zeit Böden und Gewässer. In Schweden ist vor einiger Zeit die Modesportart „Plogging“ entstanden, d. h. Joggen und Bücken. Einfach mal ausprobieren. Was vielen nicht klar ist, auch Zigarettenkippen gehören nicht einfach fortgeschmissen. Bis zu 4.000 schädliche Stoffe sind in einer Zigarettenkippe zu finden. Sie machen die kleinen Zigarettenreste zu Sondermüll, der keineswegs harmlos ist. So kann eine einzige Kippe mit ihrem Mix aus Toxinen zwischen 40 und 60 Liter sauberes Grundwasser verunreinigen oder das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen.

 

Fasten: Die Fastenzeit steht an. Das bedeutet keinen Verzicht, sondern kann im Gegenteil eine Bereicherung sein. Es gibt viele Möglichkeiten von Auto stehen lassen, keinen Zucker oder kein Fleisch essen, die Handy-Nutzung einschränken. Was sind Ihre/Eure Ideen. Wir sind gespannt auf weitere Vorschläge.

 

„Mein schöner Vorgarten“

 

Wunderbare Bilder wurden eingesandt zum Thema
„Mein schöner Vorgarten“

 Viele von uns haben sich in der letzten Zeit verstärkt um den Garten gekümmert. Der BUND Ortsverband Usingen-Neu-Anspach ruft daher Gartenbesitzer auf, den Vorgarten zu fotografieren und diese Fotos einzusenden. Augenmerk wollen wir vor allem auf eine naturnahe Gestaltung legen, wo Insekten und Bodenlebewesen sich richtig wohl fühlen können.

Vielleicht gibt es auch jemanden, der schon gemerkt hat, dass Schottergärten nicht pflegeleicht sind und jetzt wunderbare Polster und Stauden gepflanzt hat, die tatsächlich pflegeleicht sind.

Hier eine Auswahl:

Weitere folgen in Kürze.

 

Der Wald – Heimat der Honigbienen

Mit einem Gewinn aus der Umweltlotterie „genau“ konnten wir im Wald bei Neu-Anspach an der Wildschweinroute einen Naturnistplatz (Klotzbeute) für wildlebende Honigbienen im Wald anbringen. Das Projekt wurde mit der Bienenbotschaft und dem Forst Neu-Anspach realisiert. Jetzt warten wir gespannt, wann die ersten Bewohner einziehen.

Näheres unter www.bienenbotschaft.de.

Kein Ei mit "3"

Gerade jetzt zu Ostern sollten wir darauf achten: Kein Ei mit "3". "3" bedeutet Käfighaltung und kann auch versteckt im Kuchen oder Nudeln stecken.

 

 

 

Hunde in der Brut und Setzzeit bitte auf den Wegen halten

In der Brut und Setzzeit gilt eine besondere Aufsichtspflicht für Hunde auf und an allen Grünflächen. Wiesen, Felder und Wälder inner- und außerorts sind damit ebenfalls betroffen. Die entsprechenden Regelungen gelten in der Zeit vom 1. April bis zum 15. Juli. Bitte verlassen Sie in dieser Zeit mit Ihrem Hund nicht die ausgewiesenen Wege. Besonders Uferstreifen und Gehölze bieten unseren Wildtieren Rückzugsgebiete, um die Jungen aufzuziehen. In Usingen und Neu-Anspach gibt es anders als in anderen Kommunen bisher noch keine allgemeine Leinenpflicht für Hunde in dieser Zeit. Bitte helfen Sie durch Ihr Verhalten mit, dass das so bleiben kann.

Außerdem möchten wir noch einmal auf die Entsorgungspflicht der Hinterlassenschaft Ihres Hundes hinweisen. Diese gilt auch auf Feldwegen und –wiesen. Die Stadt hat an den meisten von Hundehaltern frequentierten Wegen Hundestationen aufgestellt. Bitte nutzen Sie diese. Die Hinterlassenschaften kontaminieren das Gras und machen die Futtermittel für die Landwirtschaft unbrauchbar.

 

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Bebauungsplanverfahren EDEKA/Gewerbegebiet "im Us"

Foto: Dr. Horst-Walter Schwager

 

Der BUND sieht die Planung des neuen Gewerbegebiets äußerst kritisch.

Ökologisch gesehen ist dieser Standort viel zu wertvoll und geradezu prädestiniert als Ausgleichsfläche für Baumaßnahmen im siedlungsbereich.

Von den äußeren Rändern der Bachaue bis zur Talsohle finden wir die ganze Bandbreite der Lebensräume von sehr trockenen Standorten bis hin zu staunassen Standorten und zu guter Letzt gibt es das Fließgewässer selbst. Vielfältiger kann auf einem so überschaubaren Areal ein Lebensraum kaum sein.

Ein Themenbereich der uns alle betrifft: Wasserspeicherung, Wasserregulation der Bäche, klimaausgleichende Wirkung, Biotopvernetzung zwischen Siedlungs- und Außenbereich, Naherholungswert
In Trockenperioden  dient dieses Gelände in hervorragender Weise der Speisung der Usa. Die Usa-Bachaue wirkt hier durch die relativ hoch gelegenen Randbereiche wie ein Trichter, der dem Bach Wasser zuführt.

Es geht hier nicht nur um den Bachlauf mit Uferrandstreifen und dem direkten Überschwemmungsbereich als solchen, sondern um das Bachtal als Funktionseinheit mit seiner typischen Topographie.

In Zeiten mit vielen Niederschlägen oder Starkregen nimmt dieser Bereich viel Wasser auf und bremst das allzu schnelle Ansteigen der Wasserpegel. Hinweis: Der Betonschacht am Anfang der Mühlstrasse in Westerfeld hat einen begrenzten Querschnitt. Hier wird die Usa unter der Straße weitergeführt. Hier hatten wir bereits vor einigen Jahren ein Hochwasserereignis, bei dem die Mühlstraße beinahe überschwemmt worden wäre. 

Ohne entsprechende Flächen  funktionieren diese regulierenden Effekte nicht mehr so effizient. Eine Flächenversieglung ist in diesem Bereich daher abzulehnen.

Zusätzlich wirkt dieser Bereich durch die Wasserspeicherung und Beschattung durch Büsche und Bäume - also auch top aktuell -  wohltuend, klimaausgleichend.

Der Naherholungswert ist hier ebenfalls sehr groß.

Foto: Dr. Horst-Walter Schwager

Anbindung an den ÖPNV Im Gegensatz zum Gewerbegebiet hat der geplante Standort keine Busanbindung. Das Verkehrsaufkommen wird sich erhöhen.

 

 

 

 

Steinkauzröhre in Wernborn gehängt

Im Rahmen eines Steinkauzprojektes im Hochtaunuskreis, das von der Unteren Naturschutzbehörde unterstützt wird, wurden bisher etwa 30 Steinkauzröhren im gesamten Hochtaunuskreis angebracht. Aufgrund von Beobachtungen wurden Orte ausgewählt, wo der Steinkauz schon gehört wurde oder auch, wo er sich aufgrund der Örtlichkeit ansiedeln könnte. Es müssen dafür Bäume mit starken, möglichst waagerechten Ästen ausgewählt werden. Jetzt wurden in Wernborn wieder zwei Steinkauzröhren gehängt. Jörg George SOLAWI-Landwirt hat eine Fläche mit alten Obstbäumen, die gut geeignet ist. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir die neuen Immobilien am Samstag, 3. Februar hängen. Jetzt hoffen wir, dass die Steinkäuze das Wohnungsangebot auch annehmen.

Steinkäuze sind recht kleine Eulen, die gerne in offenen Kulturlandschaften vorkommen und natürlicherweise in Baumhöhlen nisten, wo sie zwei bis drei matt weiße Eier legen. Da Baumhöhlen recht selten geworden sind, sollen die Niströhren die Steinkauzpopulation fördern. Eigentlich müssten die kleinen Käuze, die sich im Wesentlichen von großen Insekten ernähren, in ganz Deutschland vorkommen. Sie befinden sich leider vielerorts auf dem Rückzug.

Neujahrswanderung am 7. Januar 2018

Am 11. Oktober wurde der neue Amphibienlehrpfad mit sieben Stationen auf 4,4 km Länge bei Ober-Mörlen eingeweiht. Wir wollten diesen bei unserer Neujahrswanderung besichtigen.

Etwa 30 Mitglieder und Freunde des BUND machten sich auf den Weg. Wegen der starken Regenfälle machte der Weg seinem namen alle Ehre. mehrmals mussten kleine und größere Wasserläufe überwunden werden. Auch hatte der Sturm einige Bäume umstürzen lassen, die den Weg versperrten. die Wanderung wurde zu einem kleinen Abenteuer, so dass wir uns die Einkehr im Forsthaus Winterstein mit Kaffee und Kuchen redlich verdient hatten.

Gesättigt und voll schöner neuer Eindrücke machten sich die Teilnehmer bei Einbruch der Dunkelheit wieder auf den Heimweg.

Kartoffelernte mit anschließendem Mittagsimbiss am 23. September

Am 23. September treffen wir uns ab 11 Uhr im Garten in Westerfeld, Obernhainer Weg, um die Kartoffeln zu ernten. Iris Sachs wird diese mit ihrem Pyrolysekocher garen. Nachdem wir uns über Permakultur und Pyrolyse schlau gemacht haben, werden lassen wir uns die Ernte mit Kräuterquark schmecken.

Für diese Veranstaltung wird um Anmeldung gebeten, damit wir genügend Teller und Tassen sowie Quark, Kaffee und Kuchen dabeihaben. Wer eigenes Campingbesteck o.ä. hat, kann das gerne mitbringen.

Auch spätere Gäste sind herzlich willkommen.

Die Veranstaltung ist für Groß und Klein geeignet.

Wir machen mit bei der Jubiläumsveranstaltung. 

Am 30. September werden wir ab 14 Uhr den Fahrradweg zwischen Westerfeld und Neu-Anspach bis zum Bahnhof säubern. Jeder kann mitmachen. Wir freuen uns auf viele Teilnehmer. 

Sauberhaftes Hessen ist eine Umweltkampagne der Hessischen Landesregierung, die das Bewusstsein und Verantwortungsgefühl der Bürgerinnen und Bürger für Parkanlagen, Wiesen, Straßen und andere öffentliche Räume weckt und stärkt. Seit 2002 haben jedes Jahr Tausende von Bürgerinnen und Bürgern bei unzähligen Sauberkeitsaktionen selbst Hand angelegt und verschmutzte Flächen von Abfällen befreit. Mittlerweile haben sich eine halbe Millionen Menschen und sind zu Botschaftern für eine saubere Umwelt geworden. 

 Sauberhaftes Hessen möchte die erreichen, die gedankenlos Papier, den Kaugummi oder die Zigarettenkippe auf die Straße fallen lassen. Verschmutzung ist kein Kavaliersdelikt. Der wirtschaftliche Schaden ist immens: Rund 200 Millionen Euro zahlen Kommunen und somit der Steuerzahler für die Reinigung öffentlicher Flächen in Hessen. Noch schlimmer sind die möglichen Folgeerscheinungen: Je verschmutzter und verwahrloster öffentliche Plätze und Stadtteile sind, desto größer das Sicherheitsrisiko. In den vielfältigen Projekten von „Sauberhaftes Hessen“ kann jeder, egal welchen Alters und welcher Gesellschaftsschicht, einen Beitrag dazu leisten, Hessens öffentliche Plätze nicht nur sauber, sondern auch sicherer zu machen.

BAT NIGHT - Fledermäuse - Geschöpfe der Nacht

Am 18. August ab 19:30 Uhr

rund um den Talhof in Usingen-Wernborn http://talhof-usingen.de/

werden wir nach einem Vortrag von Dr. Albrecht Pfrommer die Fledermäuse bei der Nahrungssuche beobachten. Mit einem Detektor werden ihre Stimmen hörbar gemacht und wir versuchen, die verschiedenen Fledermausarten zu identifizieren. Spiele rund um die Fledermaus erklären den Kindern diese faszinierenden Geschöpfe. Die Veranstaltung ist für Groß und Klein geeignet.

 

 

Vogelstimmen-Exkursion am 23. April in Usingen

Mit Oberstudienrat i.R. Kurt Syha erkennen wir, welcher Vogel da zwitschert. Dauer der Exkursion ist etwa drei Stunden. Es werden keine großen Strecken zurückgelegt, sondern es wird auf die Vögel geachtet und genau registriert, wer wie und warum singt.

Treffpunkt ist am 23. April um 8 Uhr auf dem vorderen, linken Parkplatz am Hattsteinweiher. Bitte an Fernglas und wetterangepasste Kleidung denken.

 

Let's clean up Europe

Am 1. April haben wir mitgemacht und den Fahrradweg zwischen Usingen-Eschbach und Usingen blitzblank bekommen.

 

Insekten überlebensgroß

Vortrag von Matthias Helb am 10. März um 19:30 Uhr

Hugenottenkirche Usingen 

Matthias Helb stellt die Insekten vor, die in unserem direkten Umfeld vorkommen. Brillante Farbfotos zeigen Mücken, Blattläuse und Co. überlebensgroß mit allen wichtigen Merkmalen, aber auch in Originalgröße, damit man sie zuverlässig erkennt. Zusätzlich beantwortet der Biologe oft gestellte Fragen zum Thema: Schädling oder nicht? Sticht oder nicht? Harmlos oder sogar nützlich? Praktisches Wissen für alle, die Insekten kennenlernen und schützen möchten.
Der Vortrag findet in der Hugenottenkirche Usingen statt und beginnt um 19:30 Uhr.

Bürgermeisterwahl in Neu-Anspach

Am 12. März steht in Neu-Anspach die Bürgermeisterwahl an. Hierzu haben wir den vier Kandidaten

Klaus Hoffmann, Andreas Moses, Thomas Pauli und Dominic Wachter folgende Fragen gestellt:

Wie sieht Ihr persönlicher CO2-Fußabdruck aus? Wollen und können Sie diesen verbessern? Und wenn ja, wie?

Antwort von Klaus Hoffmann

Mein ökologischer Fußabdruck liegt bei 5,1 Hektar und damit leider knapp über dem deutschen Durchschnitt.

Wegwerfprodukte waren nie mein Ding. Beim Konsum und auch bei der Ernährung bin ich auf einem guten Weg. Das kann und will ich noch verbessern. Regionale und saisonale Lebensmittel haben bei mir sowieso Vorzug, das stärkt auch die heimischen Erzeuger und Händler. Ich könnte noch konsequenter Bioprodukte verwenden. Dieses Jahr starte ich einen weiteren Gartenversuch. Tomaten und Johannisbeeren klappen schon, das lässt sich ausbauen

Ungünstige C02-Werte habe ich ganz klar im Bereich Wohnen. Als Mieter habe ich auf manches leider keinen Einfluss. Um fossile Brennstoffe zu sparen heize ich aber schon länger zusätzlich mit nachwachsendem Kaminholz.

In der Freizeit ist es für mich einfacher das Auto stehen zu lassen. Als passionierter Wanderer hinterlasse ich auch im Urlaub einen eher niedrigen ökologischen Fußabdruck. Beruflich geht das leider nur bedingt.

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Antwort von Andreas Moses

Der CO2-Rechner hat einen Wert von 4,6 ergeben. 

Natürlich war ich zunächst über diesen Wert schockiert, weil dieser so deutlich über der von dem BUND empfohlenen Zielvorgabe liegt. 

Bei einem zweiten Hinschauen habe ich dann festgestellt, dass ich wenigstens unter dem bundesdeutschen Durchschnitt liege.

 Eine nähere Betrachtung hat dann ergeben, dass der hohe Wert vor allem auf den Bereich des Wohnhauses zurückzuführen ist, es handelt sich um mein Elternhaus, welches ich so bewohne wie vorgefunden. Wir haben vor 2 Jahren die Uralt-Heizung durch einen neuen Brennwertkessel ersetzt und heizen, was nicht angegeben werden konnte, zusätzlich auch noch mit Holz und zusammen mit der neuen Heizung haben wir auch Solarzellen installiert, durch die der wesentliche Teil des Warmwasser hergestellt wird, sodass wir für mehr als die Hälfte des Jahres die Ölheizung ganz abschalten können. Außerdem ist eine umfangreiche Isolierung und Wärmedämmung in Planung. 

Sollte ich gewählt werden, werde ich den Weg ins Rathaus überwiegend mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen, was nicht nur für den Klimaschutz gut ist, sondern hoffentlich auch meine viel zu hohen Pfunde purzeln lässt.


Unter Berücksichtigung all dieser Maßnahmen bin ich guter Hoffnung, den CO2-Fußabdruck schon bald deutlich verbessern zu können.

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Antwort von Thomas Pauli

Es kam 5,16 ha heraus, gefällt mir gar nicht. Danke für das Aufwecken. 

Wohnen und Energie 20 %

Konsum 13 %

Ernährung 19 %

Verkehr 48 % 

Allerdings ist nicht berücksichtigt, dass wir derzeit 60 % unseres Stromverbrauch über das Vaillant Ecopower 1.0 selbst produzieren. Sozusagen als Abfallprodukt aus der Warmwassergewinnung. Bei der Beleuchtung habe ich nahezu alle Leuchten gegen LED-Leuchtmittel ausgetauscht und in den vergangenen 2 Jahren alle Großgeräte durch A++ bzw. A+++ ersetzt.

Derzeit tauschen wir sukzessive unsere Fenster aus. Das Projekt wird aber sicher noch eine weile andauern.  

 

Wenn ich nicht mehr nach Eschborn fahren muss, wird mein Fußabdruck sicher besser. ;-)

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Antwort von Dominik Wachter

Mein (mich selbst schockierendes) Ergebnis ist 5.2 Hektar (dt. Durchschnitt 5.1 Hektar), vor allem runtergezogen mit 67% im Bereich "Ernährung".

Meine Antwort:

Ja, ich will meinen ökologischen Fussabdruck verringern. Zur Zeit versuche ich mich regionaler und ökologischer zu ernähren, also vor allem regionale Produkte zu kaufen. Gleichsam bin ich ein großer Freund von Autofahr-Plattformen und Mitfahrgelegenheiten um spritsparend und in der Regel mit viel Freude während der Fahrt ans Ziel zu kommen. Ich habe vor Kurzem erst ein Buch zum Thema "Selbstversorgung" gelesen und seitdem wünsche ich mir, dass ich auf einem (späteren) Grundstück vor allem energetisch baue und dort einigen Platz habe für die Selbstversorgung mit Obst und Gemüse, sowie evtl. Eiern und kleineren Fleischproduzenten (Hühner, Schweine, etc.).

Nach dem Studium und mit einem entsprechenden Gehalt kann man sich mit Sicherheit einigen ökologischen Freiraum schaffen und ich hoffe, dass dies in den kommenden Jahren und Jahrzehnten von vielen Deutschen und Europäern auch so gelebt wird.  

Kritikpunkt: Globalisierung! Erst durch die Möglichkeiten, die die Globalisierung uns gegeben hat explodierte der menschliche Fußabdruck, an den Beispielen festzumachen: Billigflieger, Obst ganzjährig, Verschiffung und Flugtransport aller Güter weltweit, etc. Regionale Produkte sind nicht mehr konkurrenzfähig, in Afrika (Milchprodukte) genauso wie auch hier in Deutschland, weswegen kleine Metzger, Bauernhöfe, etc. gezwungen sind kaputt zu gehen an dem System "Globalisierung".

 

 

Obstbaumschnittkurs - Theorie und Praxis

BUND-Obstbaumschnittkurs mit dreimaligem hessischem Apfelweinmeister in Westerfeld

Auch in diesem Jahr bieten wir wieder einen Obstbaumschnittkurs an. Der dreimalige hessische Apfelweinmeister und Fachagrarwirt Jörg Markloff wird an jungen und alten Bäumen interessierten Anfängern und Fortgeschrittenen in Theorie und Praxis den richtigen Obstbaumschnitt nahe bringen.

Am Freitag, 24. Februar treffen wir uns um 19:30 Uhr in der Milchhalle in Westerfeld zum theoretischen Teil.

Am Samstag, 25. Februar ab 10 Uhr werden die theoretisch erworbenen Kenntnisse in die Praxis umgesetzt. In Westerfeld, Obernhainer Weg auf der Streuobstwiese von Sieglinde Russ und in dem angrenzenden Schrebergarten werden junge und alte Bäume sachgerecht beschnitten. Wer Gerätschaften wie Baumschere, Baumsäge etc. hat, kann diese mitbringen.

Die Teilnahme an den Kursen ist für Mitglieder und Gäste kostenlos. Über Spenden freuen wir uns. 

Neujahrswanderung am 22. Januar ab 14 Uhr

Wir möchten zusammen das neue Jahr begrüßen und treffen uns am 22. Januar 2017 um 14 an der Reithalle Am Steinchen in Neu-Anspach.

Doris Warlich wird uns durch den Stahlnhainer Grund führen und uns bei einer gemütlichen Wanderung die interessante Geschichte dieser Gegen nahebringen.

Anschließend gibt es die Gelegenheit bei einem gemütlichen Beisammensein in der Talmühle.

Handys umweltgerecht entsorgen

Rund 70 Millionen Bundesbürger nutzen inzwischen Mobiltelefone, Tendenz weiter steigend. Die sich rasant entwickelnde Technik einerseits und Millionen Billiggeräte andererseits bewirken bei Handys die geringe Gebrauchsdauer von durchschnittlich unter einem Jahr.

Der Wunsch der Telefonkunden, stets auf dem neuesten High-Tech-Stand zu sein, lässt das Aufkommen an Elektronikschrott auch in diesem Bereich stetig anwachsen.

Alte Handys gehören aber nicht in den Hausmüll. Die Geräte bestehen aus einem hochgiftigen Cocktail aus Schwermetallen und Chemikalien. Bei der Verbrennung mit dem Hausmüll oder nach Ablagerung werden diese freigesetzt. Toxische Substanzen wie Quecksilber, Blei, Cadmium und Arsen gefährden dann Menschen und Umwelt.

Wer ein altes Handy umweltgerecht entsorgen will, kann es ab sofort in der BUND Geschäftsstelle in der Bahnhofstraße 27 in Neu-Anspach abgeben.
Öffnungszeiten immer Dienstag und Donnerstag von 15.00 – 18.00 Uhr.



KinderBUND immer am 1. Freitag im Monat - fällt bis auf Weiteres aus

Wir laden Kinder im Alter von 5 - 10 Jahren ein zu Streifzügen in die Natur. Gern können auch jüngere Kinder mitkommen, wenn ein Erziehungsberechtigter dabeibleibt.

Der KinderBUND beginnt am 1. Freitag im Monat um 15.00 Uhr an der Milchhalle in Westerfeld (in der Regel) und endet um 16.30 Uhr. Bitte achten Sie auf die Ankündigungen in der Presse.  

Satzung

Satzung

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Landesverband Hessen e.V.
Ortsverband Usingen/Neu-Anspach

 

§ 1       Name, Sitz und Geschäftsjahr

a)      Der BUND Ortsverband Usingen/Neu-Anspach ist als nicht rechtsfähiger Verein Teil des BUND-Landesverbandes Hessen e.V. im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

b)      Der Verein führt den Namen „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Hessen e.V., Ortsverband Usingen/Neu-Anspach“

c)      Er hat seinen Sitz in Usingen

d)      Der BUND-Ortsverband umfasst das Gebiet von Usingen und Neu-Anspach. Weilroder Bürger können bis zur eventuellen Gründung eines eigenen Orsverbandes im Ortsverband Usingen/Neu-Anspach erfasst und aktiv werden.

e)       Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr

§ 2       Gemeinnützigkeit, Zweck und Mittelverwendung

a)      Zweck des BUND-Ortsverband Usingen/Neu-Anspach ist die Förderung und Durchsetzung des Umwelt- und Naturschutzes und der Landschaftspflege.
Als anerkannter Naturschutzverband nach § 29 BNatschG  Stand 1. März 2010 beteiligt sich der Ortsverband bei Bauplanungen in Usingen und Neu-Anspach, soweit Landschaft und Natur berührt werden,
bei der Regionalplanung des Regierungsbezirks Darmstadt,
bei der Erstellung des Landschaftsplanes des Planungsverband Frankfurt-Rhein-Main,
bei der Neuordnung des Landschaftsschutzgebietes „Osttaunus“
an der Meldung von FFH-Gebieten (Flora-Fauna-Habitat) der EU.

b)      Der Ortsverband organisiert Naturschutzeinsätze und biologische Exkursionen. Ebenso veranstaltet er Informationsveranstaltungen und Aktionen zu Umwelt- und Naturschutzthemen, z. B. regenerative Energien oder ökologischer Landbau. Er bringt Verstöße gegen Umwelt- und Naturschutzbestimmungen zur Anzeige bei den zuständigen Behörden.

c)      Der Ortsverband Usingen/Neu-Anspach verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ i.S. § 51 AO (Abgabenordnung).

d)      Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

e)      Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in Ihrer Eigenschaft als Mitglieder keinerlei Zuwendung aus Mitteln des Vereins. Auch darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig große Vergütungen begünstigt werden.

f)       Der Ortsverband Usingen/Neu-Anspach steht auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes für Deutschland und der Landesverfassung von Hessen. Er ist parteipolitisch neutral und überkonfessionell.

 

§ 3       Mitgliedschaft

Die Mitglieder des BUND-Ortsverbandes sind gleichzeitig Mitglieder des BUND-Kreisverbandes und des als gemeinnützig anerkannten BUND-Landesverband Hessen e.V.
Sie haben ihren ständigen Wohnsitz in Neu-Anspach/Usingen (Ausnahme siehe § 1 Punkt d) Weilroder Bürger).

§ 4       Organe des Vereins sind

            die Mitgliederversammlung
            der Vorstand
            die Kassenprüfer

§ 5 Mitgliederversammlung

a)      Jeweils im ersten Quartal des Geschäftsjahres findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt.

b)      Sie ist vom Vorstand unter Bekanntgabe der Tagesordnung mit einer Frist von mindestens 3 Wochen durch Veröffentlichung in der Presse oder in der Mitgliederzeitschrift oder durch persönliche Einladung per Brief oder E-Mail einzuberufen.

c)      Anträge der Mitglieder zur Mitgliederversammlung müssen mindestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand in schriftlicher Form vorliegen.

d)      Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

e)      Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss innerhalb von 2 Wochen einberufen werden, wenn mindestens 1/3 der ordentlichen Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Beratungsgegenstandes verlangen.

f)       Wahlen erfolgen offen, es sein denn, eine(r) der Anwesenden verlangt geheime Abstimmung. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst, bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

g)      Für Satzungsänderungen ist eine ¾ Mehrheit erforderlich. Stimmenthaltungen werden bei Satzungsänderungen als Ablehnung gezählt und bleiben bei übrigen Abstimmungen unbeachtet.

§ 6       Aufgaben der Mitgliederversammlung

            Dazu gehören u.a.

a)      Wahl des Vorstandes und von mindestens 2 Kassenprüfern

b)      Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstandes und des Kassenberichts

c)      Entgegennahme des Berichts der Kassenprüfer

d)      Die Abstimmung über die Entlastung des Vorstands

e)      Sonstige in der Satzung geregelte Aufgaben

§ 7 Vorstand, Zusammensetzung, Amtszeit, Wahlen

a)      Der Vorstand besteht aus dem/der 1. Vorsitzenden, dem Schatzmeister und bis zu 3 weiteren Mitgliedern, alternativ, bis vier Sprecherinnen bzw. Sprechern und dem/der Schatzmeister/in, je zwei von ihnen gemeinschaftlich handeln mit Vertretungsrecht im Sinne des § 26 BGB.

b)      Die Amtszeit des Vorstandes beträgt zwei Jahre, die der Kassenprüfer/innen ein Jahr.

c)      Die Wahlen erfolgen auf Verlangen eines wahlberechtigten Mitglieds in geheimer Abstimmung. Gewählt ist, wer im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhält. Wird im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit nicht erreicht, wird ein zweiter Wahlgang durchgeführt. Im zweiten Wahlgang ist gewählt, wer die einfache Mehrheit der Stimmen erhält.

d)      Der amtierende Vorstand führt die Geschäfte nach Ablauf der Amtsperiode bis zur Neuwahl durch.

e)      Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf seiner Amtsperiode aus, wird in der darauffolgenden Mitgliederversammlung nachgewählt.

§ 8       Aufgaben des Vorstands

a)      Die/der 1. Vorsitzende vertritt den Verein nach außen. Er/sie hat Einzelvertretungsbefugnis.

b)      Im Falle der Verhinderung der/des 1. Vorsitzenden vertritt die/der 2. Vorsitzende den Verein nach außen.

c)      Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins.

d)      Er beruft die Mitgliederversammlung ein und leitet diese.

e)      Er setzt die Beschlüsse der Mitgliederversammlung um.

f)       Die Erledigung der Vorstandsarbeit erfolgt unentgeltlich.

§ 9       Zusammenarbeit mit dem Landesverband

a)      Der Ortsverband kann Verpflichtungen, die den Bestand des eigenen Vermögens übersteigen nur nach schriftlich erteilter Deckungszusage durch den Landesverband eingehen.

b)      Rechtsstreitigkeiten kann der Ortsverband nur in Abstimmung mit dem Landesverband führen.

c)      Der Inhalt öffentlicher Erklärungen von überörtlicher Bedeutung soll nach Möglichkeit mit dem Landesverband abgestimmt werden.

d)      Stellungnahmen nach § 29 Bundesnaturschutzgesetz erfolgen in Zusammenarbeit mit den dazu vom Landesverband bestimmten Arbeitskreisen.

§ 10     Allgemeine Bestimmungen

a)      Jede Tätigkeit im Verein ist ehrenamtlich. Die Mitglieder des Vereins haben einen Aufwendungsersatzanspruch nach § 670 BGB für solche Aufwendungen, die ihnen durch die Tätigkeit für den Verein entstanden sind. Hierzu gehören insbesondere Fahrtkosten, Reisekosten, Porto, Telefon etc.

b)      Über die in den Organen gefassten Beschlüsse und diesen zugrunde liegenden Anträge sind Niederschriften zu führen.

§ 12     Datenschutz, Persönlichkeitsrecht

Der Verein erhebt, verarbeitet und nutzt personenbezogene Daten seiner Mitglieder zur Erfüllung der gemäß dieser Satzung zulässigen Zwecke und Aufgaben. In Print- und Onlineveröffentlichungen berichtet der Verein über Ereignisse. Mitglieder, die keine Veröffentlichung wünschen (Text oder Foto), die im Zusammenhang mit Aktivitäten des Vereins stehen, teilen dies mündlich oder schriftlich mit.

§ 13     Haftungsbeschränkung

Für Schäden gleich welcher Art, die einem Mitglied bei der Benutzung von Vereinseinrichtungen, -gerätschaften oder –gegenständen oder infolge von Handlungen oder Anordnungen der Vereinsorgane (z.B. Vorstand) entstehen, haftet der Verein nur, wenn die Person, für die der Verein gesetzlich einzustehen hat, den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat.

Schädigt ein Mitglied den Verein in Ausübung eines Vereinsamtes oder in Ausführung einer Tätigkeit im Auftrag oder wohlverstandenen Interesse des Vereins, so darf der Verein Schadenersatzansprüche gegen das Mitglied nur geltend machen, wenn diesem Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.

Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit wird ausgeschlossen.

§ 11     Auflösung des Vereins

a)      Die Auflösung des Vereins kann nur von einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung mit ¾ Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden.

b)      Im Falle der Auflösung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des BUND-Ortsverbandes an den BUND-Landesverband e.V., der es ausschließlich und unmittelbar zu gemeinnützigen Zwecken zu verwenden hat.

§ 14     Inkrafttreten der Satzung

Diese Satzung tritt am 23. Februar 2016 durch Beschluss der Mitgliederversammlung in Kraft.

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