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19. Februar 2009: BUND Hochtaunus entsetzt über Streichung der Windkraftstandorte im Kreis

Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung doch nur Alibi-Veranstaltung?

Dr. Claudia Weiand (BUND Königstein) und Georg Kraft (BUND Friedrichsdorf) zeigen sich entsetzt über die im neuen Entwurf des Flächennutzungsplans festgelegte Streichung aller Windkraftstandorte im Hochtaunus. 

"Wir verkennen nicht, dass zwischen moderner Windenergie-Nutzung und den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege Konflikte entstehen können. Bestimmte Gebiete müssen frei von Windenergie-Anlagen bleiben, wenn diese nicht nur zum Schutz der Umwelt und des Klimas, sondern auch zum Schutz der Natur beitragen sollen. Das darf aber kein Argument sein, um im Taunus grundsätzlich keine Vorrangflächen für Windenergie auszuweisen. In den Landkreisen des Planungsverbandes Frankfurt Rhein Main stehen jetzt nur noch 1,4 Promille des Verbandsgebietes für Windkraftanlagen zur Verfügung. Damit lassen sich die auch von der Landesregierung formulierten klimapolitischen Ziele - bis zum Jahr 2020 den Anteil Erneuerbarer Energien in Hessen auf 20% zu steigern - nicht erreichen. Wieder zeigt sich in der konkreten Planung, wie unglaubwürdig die Politik in diesen Fragen ist."

 

Der  BUND befürwortet den weiteren Ausbau der Windenergie als einer besonders umweltfreundlichen und dauerhaften Energiequelle, die bei der Stromversorgung im ökologischen Energie-Mix der nachhaltigen Energiewirtschaft eine wichtige Rolle spielen muss.

Die Hochtaunus CDU und FDP müssen nun die Frage konkret beantworten, wie sie sich eine nachhaltige Energiepolitik für den Hochtaunuskreis vorstellen.

Statt auf Kohle und Atom zu setzen, müssen für die kommenden Generationen erneuerbare Energiequellen wie Solar- und Windkraft genutzt werden. Jetzt müssen erst recht alle Anstrengungen unternommen werden Gebäude energetisch zu sanieren, um den durch den Beitritt zum Klimabündnis gesetzten Zielen gerecht zu werden und die öffentlichen und privaten Haushalte im Energiesektor zu entlasten.

 

Krisenzeiten bergen Chancen neue Wege zu gehen, neue Technologien ins Rhein-Main.Gebiet zu holen und neue zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Rückwärtsgewandt auf alten Trampelpfaden zu wandeln wird den Kreis in spätestens zwanzig Jahren teuer zu stehen kommen. Dann werden aber die heutigen Politiker im Ruhestand sein und unsere Kinder und Kindeskinder das energiepolitische Desaster ausbaden.

 

Der BUND Hochtaunuskreis wird in den kommenden Tagen dem Landrat das Papier "Konzeptentwicklung für einen Nachhaltigkeitsbericht im Hochtaunuskreis" vorlegen, um auf dieser Grundlage im Kreis die Diskussion über zukunftssichernde Wirtschaftsabläufe anzustoßen.

 

Zum Positionspapier Windkraft des BUND Bundesverbandes geht es hier...



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