Todesfalle an der L3025 : Der von allen Behörden vergessene Krötenschutzzaun löst sich streckenweise auf, auf ihrer Wanderung geraten Tausende von Tieren auf die Straße und werden überfahren
Grausame Realität - der BUND KV Hochtaunus möchte diesen Missstand beheben - auch wenn wir nur ehrenamtlich arbeiten und überhaupt nicht zuständig sind!!

23.1.2012 Krötenmassaker droht erneut zwischen Schmitten und Niederreifenberg - Helfer für einmaligen Einsatz dringend gesucht

Vor etwas mehr als einem Jahr erreichte den BUND Kreisverband Hochtaunus ein verzweifelter Hilferuf von zwei Krötenretterinnen, die zufällig Zeuginnen des größten Krötenmassakers wurden, den Krötenretter in den vergangenen Jahren im Kreisgebiet je erlebt hatten.

Der dort installierte Krötenzaun ist nie gewartet worden, sodass das Holz auf einigen Abschnitten verrottet ist. Der Boden hat sich abgesenkt, die Tiere können heute im Frühling ungehindert unter den Zäunen hindurchkriechen. Die Röhren, in denen die Amphibienwanderung statt finden sollte, waren zugesetzt, Tausende von Tieren fanden den Tod auf der viel befahrenen Straße, viele Tausend wurden von eilends alarmierten Rettern unter Gefährdung ihres eigenen Lebens gerettet.

Die schockierenden anhängenden Bilder wurden in den letzten Tagen der Rettung gemacht. (Bilder zur freien Verfügung) .

Nun ist ein Jahr vergangen.

 

Die Untere Naturschutzbehörde des Hochtaunuskreises hat leider, trotz Bitten von mehreren Seiten, in dieser Zeit nichts unternommen, um die Missstände zu beseitigen!

 

Der BUND Kreisverband Hochtaunus hat nun gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald beschlossen, selber aktiv zu werden und den Zaun notdürftig zu reparieren und in einem 300m-langen Bereich einen zusätzlichen provisorischen Folienzaun zu ziehen.

Dazu werden für eine Aktion im Februar viele helfenden Hände gesucht.

Wer Interesse an dieser Zaunreparatur-Aktion hat, kann sich bei Claudia Weiand per mail oder telefonisch melden. Claudia.Weiand (at) bund.net  Mobil: 0175-56 70 228)

Bislang haben sich Freiwillige aus Schmitten und Königstein gemeldet, sogar ein Dachdeckerbetrieb aus Kelkheim hat angeboten, Altholz zur provisorischen Reparatur zu spenden und anzuliefern. Auch die Feuerwehr in Schmitten hat ihre Hilfe angeboten.

 

Der BUND Hochtaunus würde sich sehr darüber freuen, wenn sowohl Behörden, als auch Bürger schnell und unbürokratisch helfen ein erneutes Krötenmassaker auf der L3025 zwischen Schmitten und Niederreifenberg an den Weihern zu verhindern. Bis spätestens Anfang März muss der Zaun funktionsfähig sein.

Nackt und nass und manchmal quakt´s

Großaufnahme eines Frosches
Foto: W. Willner

Wer kennt sie nicht, diese Verwandlungskünstler: Sowohl im Wasser als auch an Land sind sie zu Hause, und manche machen sich durch lautes Quaken bemerkbar.

Frösche, Kröten und Unken, Molche und Salamander gehören zur faszinierenden Welt der Amphibien, auch Lurche genannt. Insgesamt gibt es 21 heimische Arten.

Vor allem während der Laichzeiten sind die Lurche in Gefahr: Jedes Jahr werden Tausende Kröten und Frösche während ihrer Wanderungen Opfer des Straßenverkehrs.

Aber nicht nur der Verkehr bedroht die Amphibien: Noch problematischer ist die Zerstörung von Lebensräumen und Laichgewässern und die zunehmend eintönige Landschaft. Denn die Lurche können langfristig nur überleben, wenn ihre Lebensräume erhalten bleiben. Der Alpen-Kammmolch und die Rotbauchunke sind unmittelbar vom Aussterben bedroht, mancherorts sogar schon verschwunden. Viele andere Populationen sind bedenklich zurückgegangen. Wie stark die verschiedenen Arten bedroht sind, belegt die Rote Liste.



Leiterin: Claudia Berg

Bahnhofstraße 27
61267 Neu-Anspach

Dienstags     14 17 Uhr
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