BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Der BUND mischt sich ein

Nur wer sich einmischt, kann in unserer offenen und demokratischen Gesellschaft mitbestimmen. Und der Bund für Umwelt und Naturschutz im Hochtaunuskreis will mitmischen bei wichtigen Entscheidungen. Zweimal setzte im Jahre 2013 der BUND im Taunus die Themen auf die Tagesordnung der aktuellen Politik:

 

Bei beiden öffentlichen Veranstaltungen blieb kein Stuhl im großen Saal des Wehrheimer Bürgerhaus unbesetzt. Beide Foren wurden professionell von dem Journalisten Michael Pyper moderiert; er ist im BUND-Kreisvorstand aktiv.

 

 

Der Zeitpunkt für die Diskussion über den durch vielfältige Ansprüche und Nutzungen immer mehr belasteten hessischen Wald war gut gewählt, nämlich mitten in der zum Teil sehr kontrovers auch im Landtag geführten politischen Debatte um die Novellierung des Hessischen Waldgesetzes. Der BUND brachte gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) alle relevanten Gruppen an einen Tisch: Hessenforst, Waldbesitzer, Jäger, Wanderclub, Mountainbiker, Reiter, Naturschützer und natürlich die Politiker der Region.

 

Die von den Vertretern dieser Gruppen vorgetragenen Ansprüche, Forderungen und Wünsche an den Wald am Rande des Ballungsraumes Rhein-Main beschrieben zugleich das erhebliche Konfliktpotenzial. So bot sich am Ende der engagiert geführten Diskussion als einzige Lösung nur die Formel an „Rücksicht, Umsicht, Vorsicht, Nachsicht“. Mit Genugtuung wurde von den Förstern, Jägern, Natur- und Wanderfreunden schließlich das Versprechen eines Funktionärs der Mountainbiker registriert, künftig das Verhalten der Berg-Radler intern zu regulieren. Also keine rücksichtslosen Abfahrten mehr vom Feldberg oder Altkönig quer durchs Gelände ohne Rücksicht auf Wildeinstand, Limeswall oder Wanderer auf ausgewiesenen Wegen.

 

Die auch in der regionalen Presse ausführlich dokumentierte Veranstaltung hat möglicherweise eine  dauerhafte Wirkung. BUND, SDW und der Naturpark Hochtaunus entwickeln zur Zeit Pläne für einen regelmäßigen „Runden Tisch“. An ihm sollen alle Gruppen teilnehmen können, die den Wald nutzen. Eine Aufgabe könnte sein, die vielen tausend Kilometer Waldwege im Taunus zu kategorisieren, so dass jede Nutzergruppe zweifelsfrei erkennen kann, welche Wege ihnen offen stehen und welche ihnen verwehrt sind.

 

Dieses Forum hat die große Kompetenz von Umweltverbänden wie BUND und SDW in so wichtigen Bereich wie Waldwirtschaft sichtbar gemacht.

 

 

Das zweite politische Forum war von lokaler Bedeutung. Ein Politiker der CDU und einer der  Grünen stellten sich den Fragen des BUND, natürlich vor allem zu Fragen des Natur- und Umweltschutzes in der Taunusgemeinde Wehrheim. Dieser Politikbereich ist in dem noch agrarisch strukturierten Dorf  (10 000 Einwohner) direkt am Limeswall und im Einzugsbereich der Großstadt Frankfurt recht umfassend und alltäglich relevant. In der Diskussion begehrten die Bürger verbindliche Auskünfte über die Pläne beider Kandidaten zu Themen wie Energiewende, Öko-Landbau, Lärmvermeidung und Waldwirtschaft. Wenn die Bewerber, die auch Mitglieder des BUND sind, nicht konkret genug antworteten, fasste entweder der Fragesteller oder der Moderator nach – und zwar recht gnadenlos.

 

Auch dieses Forum dürfte das Ansehen des BUND vor Ort weiter verbessert haben. Der Beleg für diese Vermutung kam prompt. Bei einer Werbeaktion erhöhte sich die Mitgliederzahl des BUND-Ortsverbandes um 75 auf  derzeit über 200. Seit Jahren schon organisiert der BUND Wehrheim regelmäßig öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Themen, beispielsweise zur Energiewende, zum Verkehr oder zur Landwirtschaft. Immer wieder boten sie dabei den Parteien im lokalen Parlament Ideen für politische Initiativen.

 

 

Quelle: http://www.bund-hochtaunus.de/themen_und_projekte/