PFAS: Ewigkeitschemikalie auch im Hochtaunuskreis

Hier geht es zu unserer Pressemitteilung, die auch  Oberursel betrifft.

Einladung zur Mitgliederversammlung 2023

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland , Ortsverband Oberursel / Steinbach lädt zur Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 22. März 23 um 20 Uhr ins Kulturcafé Windrose, Strackgasse 6 in Oberursel, ein.

Vor den Regularien werden die Pflanzentauschbörse und der Gartenwettbewerb besprochen.

Mitglieder und Freunde des BUND, die gerne bei diesen beiden anstehenden Veranstaltungen helfen möchten, sind herzlich dazu eingeladen, sich einzubringen.

Die Pflanzentauschbörse findet am Samstag, den 22. April 2023 ab 10 Uhr in der Kumeliusstraße statt.

Jede Teilnehmer und Teilnehmerin kann Pflanzenableger, Samen und jetzt im Frühjahr auch einjährige Nutzpflanzen gegen andere tauschen. 

Der Gartenwettbewerb wird am Abend der Mitgliederversammlung offiziell ausgerufen.

Ebenso konstituiert sich an diesem Abend die Wettbewerbs-Jury.

 

Der BUND freut sich über zahlreiche Teilnahme.

8.10.2022: Großer Erfolg der Ersten Oberurseler Pflanzentauschbörse.

Die gespendeten Stauden zum Tauschen waren liebevoll beschriftet

Am Samstag, 08. Oktober 2022 bot der Ortsverband des BUND Oberursel / Steinbach erstmalig GärtnerInnen und Pflanzenliebhabern die Möglichkeit, Pflanzen, Samen, Ableger und Schätze des Gartens wie Marmelade zu tauschen.

Ab 9:00 Uhr war der Stand auf dem Altstadtmarkt bereit, mit der Zeit füllten sich die Tische mit über siebzig Pflanzen und Ablegern und jede Menge selbstgepackter Samentüten.

Holunder, Goldnessel, Fetthennen, Pfennigbaum, Nachtkerzen, Kugeldistel, Kräuter und vieles mehr wechselten ihren Besitzer und werden ein Zuhause in einem neuen Garten oder Balkon finden. Auch Zimmerpflanzen wurden eifrig getauscht.

„Obwohl die Pflanzentauschbörse eine sehr spontane Idee war und erst zwei Wochen vor dem Termin bekannt gegeben werden konnte, sind wir sehr zufrieden mit der Resonanz“ so Annegret Calmano eine der OrganisatorInnen der Tauschbörse. Viele BesucherInnen fanden die Idee des Pflanzentauschens großartig und kündigten an, sich im nächsten Jahr ebenfalls zu beteiligen. Sie regten sogar an einen Tauschstand im Frühjahr zu organisieren, um auch Samen von Nutzpflanzen mit anbieten zu können.

Neben dem Pflanzentauschen bot der Stand ebenfalls die Gelegenheit zur Vernetzung und zum Austausch von Erfahrungen rund ums Gärtnern. Insbesondere hitzeresistente Stauden wurden nachgefragt, ebenso Pflanzen, die besonders viele Insekten anlocken.

Viele GärtnerInnen berichteten erschüttert von den Schäden, die der Sommer 2022 an ihren Gärten angerichtet hat, die Dürre vernichtete viele Pflanzen, die sehr viel Wasser brauchen.

Der BUND beriet die BesucherInnen und riet eher trockenheitsliebende Arten zu pflanzen.

Eva Keller konnte ihre reichen Erfahrungen mit Futterpflanzen für Schmetterlinge beitragen. Links zu bundesweiten Beratungswebseiten rund um Pflanzlisten, mit Pflanzen die besonders an den Klimawandel angepasst sind oder mit deren Hilfe Schmetterlinge und sonstige Insekten in den Garten gelockt werden können, gibt es auf der BUND-Webseite zum Herunterladen.

Für Kinder gab es die Möglichkeit Herbstbilder zu malen, indem getrocknete Blätter abgepaust wurden. Am Stand herrschte stets reger Betrieb. „Wir bedanken uns für die vielen großartigen Pflanzen, Samen und Ableger, die gute Stimmung am Stand und die vielen konstruktiven Gespräche mit zukunftsweisenden Ideen. Auch bei allen HelferInnen, die mit uns stundenlang auf dem Marktplatz standen.
Der BUND Ortsvorstand nimmt diese Anregungen und positiven Erfahrungen des heutigen Tages sehr gerne auf und wird im März und Oktober des nächsten Jahres erneut die Pflanzentauschbörse organisieren“, so Annegret Calmano.

26.9.2022 BUND Oberursel / Steinbach kürt Sieger des Wettbewerbs „Mein schöner schöner wilder Garten oder Balkon“ und lädt zum ersten Oberurseler Pflanzentauschmarkt ein.

Alle Preisträger unseres Gartenwettbewerbs auf dem historischen Marktplatz in Oberursel

Am Samstag, 10. September 2022 fand der Wettbewerb des BUND Oberursel / Steinbach „Mein schöner schöner wilder Garten oder Balkon“ seinen krönenden Abschluss auf dem Altstadtmarkt. In fünf Kategorien wurden die SiegerInnen ausgezeichnet und mit einer Holzplakette für den Gartenzaun und einem Gutschein für den BUND Laden geehrt. Die Holzplakette war vom BUND bei den „Oberurseler Werkstätten“ in Auftrag gegeben worden und damit die Verbundenheit mit lokalen Anbietern bekräftigt.

Keine der Wettbewerbs-Teilnehmenden ging leer  aus, da von Platz 1 bis 4 alle gewürdigt und ausgezeichnet wurden.

Die Siegerehrung wurde mit Grußworten von Bürgermeisterin Antje Runge feierlich eröffnet. Sie freue sich über solche Initiativen, die positiv den Wert artenreicher Gärten ins Bewusstsein der Menschen brächten.

Die Vorsitzende des BUND Ortsverbandes in Oberursel und Steinbach dankte der Jury Anne Calmano, Angelika Bouton und Petra Weihoenig, die sehr viele Stunden mit den Besuchen der Gärten und den Artenlisten zugebracht hätten. Verborgene Paradiese hätten die Jury-Mitglieder verzaubert, von Rückzugsgebieten für Schmetterlinge und Fledermäusen wurde berichtet, sowie ausgeklügelten Bewässerungssystemen bis zu wilden Wald ähnlichen Gärten.

Manch ein Besucher  fand sicher das Wetter am Tag der Preisverleihung mit leichtem Nieselregen unangenehm, alle GärtnerInnen ließ der Regen jedoch durchatmen, da es die ersten Regentage nach einer sehr langen Trockenzeit waren und die Gärten und ihre Besitzer sichtlich mitgenommen waren.

Der Austausch rund um die Gärten und die Erfahrungen im Umgang mit der Trockenheit, ließen konstruktive und rege Gespräche entstehen.

Auch sind große alte Gärten wahre Schätze für Ableger, Setzlinge und Samen die es zu verteilen und zu nutzen gilt und weitere Gärten bereichern sollen.

Deshalb ist die spontane Idee des 1. Oberurseler BUND Pflanzentauschmarktes entstanden, zu dem der BUND nun herzlich einlädt. Am Samstag, 08. Oktober 2022 wird daher auf dem Altstadtmarkt von 10:00 - 14:00 Uhr ein BUND Stand eröffnet, zu dem alle Interessent*innen eingeladen sind, Pflanzen, Ableger und Samen jeglicher Art (bitte sehr gut beschriftet) zu bringen und gerne im Tausch auch etwas anderes mitzunehmen.

Der Pflanzentausch ist selbstverständlich kostenlos.

Die Herbstzeit ist die ideale Pflanzzeit und die Zeit, an eine Umplanung im Garten zu denken. Brauche ich trockenheitsresistentere Pflanzen? Wer hat schon gute Erfahrungen im letzten Sommer mit welcher Pflanze gemacht? Welche Pflanze lockt viele Insekten an?

All dies kann im Austausch mit anderen Hobbygärtner*innen geklärt werden.

Am BUND-Stand gibt es Gelegenheit zu weiterem Austausch, um miteinander im Gespräch zu bleiben, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

„Die Gärten unserer Stadt sind unsere grünen Lungen und für den Artenerhalt unumgänglich und absolut zu schützen und sollen deshalb in den kommenden Jahren auch immer mehr in den Fokus gerückt werden.“ So Anne Calmano, die Hauptorganisatorin des Wettbewerbs: „Wir würden uns freuen, wenn der ein oder andere Garten oder Balkon durch Tauschpflanzen ergänzt wird und im nächsten Jahr an dem Wettbewerb „Mein schöner schöner wilder Garten oder Balkon“ teilnimmt, zu dem der BUND Oberursel / Steinbach im zeitigen Frühjahr erneut einladen möchte.

Fragen beantwortet: Anne Calmano

Preisträger Erster Platz im Gespräch mit Frau Bürgermeisterin Antje Runge

12.1.2022 Altlast Baustelle Neumühle / Zimmersmühlenweg

Pressemitteilung, 12.1.2022

Gefährliche Kontamination mit Schwermetallen im Baugebiet Neumühle in Oberursel-Weißkirchen

  • Kontaminationsgefahr für den Urselbach durch schwermetallhaltige Altlasten beim geplanten Abtragen des Erdwalls auf dem Gewässerrandstreifen
  • Besorgnis über die Auswirkungen der möglichen Kontamination des Bachs auf Flora und Fauna, Spaziergänger, spielende und planschende Kinder und Hunde – auch im Unterlauf des Urselbachs in der Gemarkung Frankfurt-Niederursel

Oberursel/Frankfurt, 12. Januar 2022 – Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) – Ortsverband Oberursel/Steinbach und Ortsverband Frankfurt Nord – ist äußerst besorgt über die Gefahren von schwermetallhaltigen Altlasten, die in der Erde des Baugebietes Neumühle in Oberursel-Weißkirchen liegen. Betroffen sind besonders der Damm auf dem Gewässerrandstreifen des Urselbachs, das Bachbett und vermutlich auch die landwirtschaftlichen Flächen auf der Ostseite. In den 1930er Jahren stand hier eine Bronzefabrik, nach dem Krieg die Glashütte „Hessenglas“. Die Akteneinsicht des BUND beim Regierungspräsidium Darmstadt ergab, dass die Kontamination noch gravierender ist als gedacht und dass dringend weitere Untersuchungen durchgeführt werden müssen.

Wegen toter Fische im Urselbach am 3.06.2021 hatte der BUND Wasserproben vom Baugebiet Neumühle genommen und starke Belastungen mit Schwermetallen festgestellt. Daraufhin hatte der BUND Oberursel gemäß Umwelt-Informationsgesetz einen Antrag auf Akteneinsicht beim Regierungspräsidium gestellt. Trotz rechtlichen Widerstands des Projektentwicklers konnten Mitte Dezember 2021 die Aktiven des BUND tausende Aktenseiten studieren. Schon aus den bisher ausgewerteten Akten geht hervor, dass die Befürchtungen des BUND über die Giftkonzentration auf dem Gelände der Neumühle noch übertroffen wurden.

 

Vielfach überhöhte Messwerte

Zur Tabelle: Aus den Bodenproben des Baugebiets Neumühle wurden von den Behörden folgende Messwerte ermittelt, siehe nachfolgende Tabelle Spalte 2, entnommen aus den Akten des Regierungspräsidiums in Wiesbaden. Zum Vergleich stehen in Spalte 3 die Grenzwerte für Kinderspielflächen, da es sich hier um ein gemischtes Baugebiet handelt. In Spalte 5 sind die Prüfwerte für die Landwirtschaft aufgeführt, denn es ist davon auszugehen, dass sich die Kontamination des Bodens auf der anderen Seite des Urselbachs fortsetzt. Die Prüfwerte wurden der BBodSchV Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung entnommen.

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Tabelle: Messwerte des Baugebiets Neumühle, Prüfwerte und berechnete Vielfache

Die Bodenproben vom Baugebiet Neumühle zeigen erschreckend hohe Messwerte. Die Prüfwerte werden teilweise um mehr als das Tausendfache überschritten. Besonders die Bleiwerte sind inakzeptabel hoch. Insgesamt wäre das bei landwirtschaftlich genutzten Flächen (Hausgärten) besorgniserregend. Hier werden Familien mit Kindern leben, die den Urselbach einschließlich Randstreifen zum Spielen nutzen werden. Eine Kontamination des Bodens im und neben dem Urselbach ist deswegen äußerst gefährlich und nicht hinnehmbar.

Irreführende Bagatellisierung der Altlasten durch die Stadt Oberursel

Die Messwerte der Wasseranalysen, die der BUND Oberursel am 8.06.2021 genommen hat und unabhängig bewerten ließ, wurden vom Regierungspräsidium Darmstadt in einem behördlichen Gutachten mit den Messungen der Stadt Oberursel und des Bauherren verglichen. Der BUND hatte Sedimente in den Proben belassen, um ein möglichst realistisches Bild der Kontamination zu gewinnen. Die Kontamination des aus dem Baugebiet in den Bach eingeleiteten Wassers folgt den in der Erde gemessenen Werten.

Wegen toter Fische im Urselbach am 3.06.2021 hatte die Stadt Oberursel Messungen am 14.06.2021 lediglich an Bachwasser in weiterer Entfernung zur Baustelle vorgenommen. Daraufhin wurde der Tod der Fische auf eine fehlerhafte Einleitung chemischer Abwässer eines anderen Betriebes zurückgeführt. Bei diesen Messungen wurden keine Überschreitungen der Grenzwerte festgestellt, was nach Ansicht des BUND zu erwarten war. Wenn die fehlerhafte Einleitung nur kurzfristiger Natur war, so war diese sicherlich im Bach nach mehreren Wochen nicht mehr nachweisbar. Außerdem war in der Zwischenzeit, bevor die Stadt Oberursel die Messungen vornehmen ließ, die ungenehmigte Entwässerung des Baugebiets in den Urselbach am 9.06.2021 unterbunden worden. Eine Belastung des Urselbaches durch das Baugebiet Neumühle wurde daraufhin medienwirksam durch den ehemaligen Bürgermeister Brum und seinen Bauamtsleiter Richter verneint. Dieses Vorgehen betrachtet der BUND als eine Irreführung der Bürgerschaft und der Behörden.

Haben die Behörden ihre gesetzlichen Verpflichtungen erfüllt?

Der BUND ist irritiert darüber, dass der Bauherr nach Aktenlage bereits am 18.03.2021 über die hohe Kontamination Bescheid wusste, dies jedoch erst am 21.05.2021 dem Regierungspräsidium meldete. In der Zwischenzeit war auf der Baustelle der hochkontaminierte Wall am Bachufer durchstochen worden, um Wasser aus der überschwemmten Baustelle in den Urselbach abzuleiten. Weder die Obere noch die Untere Wasserbehörde hatten dies je genehmigt. Erst nach dem Protest des BUND bei den zuständigen Behörden am 8.06.2021 wurde der Durchstich am 9.06.2021 wieder zugeschüttet. Das beweist die Fotodokumentation des BUND. Der BUND fragt sich, wie und ob die Bauaufsicht der Stadt Oberursel hier ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachgekommen ist.

„Hätte die Stadt richtig gemessen, dann hätte sie die unzulässige Überschreitung der Grenzwerte der Kontamination selbst erkannt und sofort Alarm schlagen müssen. Sowohl das Gelände als auch die Bachsohle und der Hochwasserschutzwall sind hoch kontaminiert. Der BUND fordert deswegen die sofortige Sperrung dieses Bachabschnittes für Spaziergänger, besonders für Kinder und Hunde“, so Dr. Claudia von Eisenhart-Rothe, Vorsitzende des BUND Ortsverband Oberursel und Sprecherin des Arbeitskreises Altlasten des BUND Hessen.

„Auch die Bürgerschaft in Frankfurt-Niederursel ist sehr besorgt über die Gefahr, dass sich die Kontamination des Baugebietes Neumühle in Weißkirchen auf den weiteren Bachlauf in der Gemarkung Niederursel bis zur Nidda auswirken könnte. Die Ränder des Bachlaufes werden auch hier von Kindern, Spaziergängern und Hunden als Freizeitfläche und zum Planschen genutzt“, gibt Wolf-Rüdiger Hansen zu bedenken, Mitglied im BUND Ortsverband Frankfurt Nord und im Vorstand des BUND Kreisverbands Frankfurt.

Sanierung des kontaminierten Walls am Urselbach mit 69 Auflagen

Der Projektentwickler wurde nun vom Regierungspräsidium mit 69 Auflagen aufgefordert, den Wall am Urselbach zu roden und abzutragen. So muss die kontaminierte Erde entfernt werden, ohne dass davon etwas in den Bach gelangt. In Sorge um die Unterlieger wie Frankfurt-Niederursel, hat der BUND Oberursel in kollegialer Zusammenarbeit mit dem BUND Frankfurt Nord die Überwachung der nun anstehenden Bauarbeiten am Bach verabredet.

Der BUND Frankfurt hat die Untere Wasserbehörde der Stadt Frankfurt am 11.01.2022 über den Sachverhalt informiert. Über die Kontamination des Neumühle-Geländes war man dort nicht informiert. Der BUND erhielt die Auskunft, dass in so einem Fall die zuständige Untere Wasserbehörde des Hochtaunuskreises für die komplette Abwicklung einschließlich der Schadensvermeidung für den Urselbach zuständig sei. Die Behörden sind also aufgefordert, gewissenhaft zu verhindern, dass besonders beim Abtragen des Walls kontaminierte Erde in den Urselbach gelangt. Der BUND fordert vollständige Transparenz gegenüber dem Bauherrn und der Bürgerschaft. Er behält sich vor, auch auf Frankfurter Seite weitere Wasserproben analysieren zu lassen.

Konsequenzen für die Anwohner und weitere Untersuchungen

Die hohe Bleikonzentration im Wall am Urselbach resultiert aus der Bleiverdampfung bei der Herstellung des bekannten Bleiglases. Das Blei gelangte aus dem Schornstein mit dem Wind auf die angrenzenden Flächen. Damit besteht der dringende Verdacht, dass sich die Kontamination nicht auf das Neumühlengelände beschränkt, sondern mit dem meist vorherrschenden Westwind auch auf die östliche Seite des Bachs gelangt ist. Deswegen müssen auch Bodenproben auf der anderen Uferseite entnommen und analysiert werden, besonders wegen der dortigen landwirtschaftlichen Flächen, deren Nutzpflanzen Blei in unterschiedlichem Maße aufnehmen.

Der BUND fordert weiterhin den Bauherren auf, klare Auflagen für die Nutzer der zukünftigen Immobilien zu veranlassen: Die Gärten dürfen nicht dem Obst- und Gemüseanbau dienen. Weinstöcke, Obst- oder Nussbäume sollten nicht gepflanzt werden. Sollte die Schule einen Schulgarten betreiben, so dürfen nur Hochbeete bewirtschaftet werden. Weiterhin sollte auch die Bachsohle untersucht und gegebenenfalls saniert werden. Bis dahin sind unbedingt Wasseraktionen mit Kindern oder Haustieren in diesem Bachabschnitt zu unterbinden.

In eigener Sache

Der BUND ist stets an Zeitzeugenberichten aus der Nachkriegszeit interessiert. Diese sind sehr wertvoll für die Identifizierung von Altlasten auf städtischen Brachen oder im Zusammenhang mit Bauvorhaben. Meldungen gerne telefonisch an Dr. Claudia von Eisenhart-Rothe (siehe Signatur).