Kreisverband Hochtaunus

Empfehlungen aus Online-Austausch mit Olaf Brandt zur EU-Wahl

10. Juni 2024

Im Online-Austausch zur Wahl zum Europäischen Parlament gibt/befürwortet Olaf Bandt Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

Im Online- Austausch am 10.6.2024 wurden u.a. folgende Empfehlungen ausgesprochen:

  • Den Umweltschutz immer wieder als Teil der Lösung aufzeigen. Dabei konkrete Empfpehlungen aussprechen.
  • Wege erläutern, z.B. in der Gebäudesanierung, im Starkregenrückhalten etc
  • Statt Konfrontation besser die Gewinne aus den Transformationen darstellen
  • Die Sicherheit benennen, die aus dem Umweltschutz basiert
  • Eine stabile Umwelt ist eine stabile Lebensgrundlage

 

 

Hier noch der Text des Kommentars zur EU-Wahl.

Titel: Keine Sicherheit ohne Klima- und Naturschutz

„Bei der Europawahl standen Themen wie Sicherheit und Inflation im Fokus der Wahlentscheidung vieler Wähler*innen. Über den Wahltag und die Ergebnisse hinaus muss allen klar sein: Ohne einen ambitionierten Klimaschutz und ohne die Renaturierung von Ökosystemen kann es keine Sicherheit für unsere Gesellschaft und die Wirtschaft geben. Nur ein Beispiel aus jüngster Zeit: Die Hochwasser sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass  intakte Moore, Wälder und Flussauen unverzichtbare Wasserspeicher sind. Ohne ihren Schutz und ihre Förderung geht es nicht. Naturschutz ist überlebenswichtig. Wird die Klimakrise nicht eingedämmt, werden diese Katastrophen weiter zunehmen. Klimaschutz ist kein Selbstzweck, er ist die Bedingung für Wohlstand und Freiheit in Zukunft.

Die neuen EU-Abgeordneten sollten nicht der Versuchung erliegen, das Wahlergebnis als Auftrag zur Abschwächung der europäischen Klima- und Naturschutzpolitik zu lesen. Sie müssen den Green Deal fortschreiben, die nötigen Investitionen sicherstellen, um die EU zukunfts- und wettbewerbsfähig zu machen. Dazu gehört auch eine wirtschaftlich sinnvolle Agrarpolitik. Sie ist eng mit einem stabilen Klima und gesunden Ökosystemen verbunden. Ohne sie werden die Unsicherheiten für die Bäuer*innen weiter zunehmen. Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft hängt maßgeblich von der Qualität der Produkte und den Standards ab. Ein echter Neustart in der EU-Agrar- und -Ernährungspolitik ist daher das Gebot der Stunde. Ein weiterer Abbau von Umweltstandards führt nur tiefer in die Krise.


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