BUND-Veranstaltung „Motor Klimaschutz“

27. Oktober 2021

Wie sich Ökologie und Ökonomie versöhnen lassen am Beispiel des Rhein-Hunsrück-Kreises

Ohne den massiven Einsatz Erneuerbare Energien (EE) wird die für das Klima wichtige 1,5-Grad-Grenze nicht zu halten sein. Über die Art und Weise wird im Hochtaunuskreis heftig gestritten. Vor allem die Windkraft steht in der Kritik – ohne ihr großes Leistungspotenzial werden die Ziele der Bundesregierung und des Landes Hessen jedoch nicht erreichbar sein.

Seit zwei Jahrzehnten zeigt der Rhein-Hunsrück-Kreis, wie sich Ökonomie und Ökologie zum Wohle aller vereinen lassen.

Darüber berichtet der Klimamanager des Landkreises, Frank-Michael Uhle, am Mittwoch, dem 27. Oktober im Bürgerhaus Wehrheim ab 19.30 Uhr auf einer Veranstaltung des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland im Hochtaunuskreis.

Die Erfolge des Rhein-Hunsrück-Kreises sind eng mit zwei Personen verbunden: dem ehemaligen langjährigen Landrat Bertram Fleck (CDU) und dem Klimaschutzmanager Frank-Michael Uhle. Letzteren konnte der BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland im Hochtaunuskreis jetzt als Referenten gewinnen. Eingeladen zu der öffentlichen Veranstaltung sind Bürger*innen und Politiker*innen des Hochtaunuskreises.

Frank-Michael Uhle ist Ingenieur und Architekt. Er arbeitet seit 1999 für die Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises in Simmern. Dort war er zunächst für das Gebäudemanagement verantwortlich und führte ein Energie-Controlling für Schulen und Verwaltungsgebäude ein. Seit 2002 setzten Fleck und Uhle konsequent einen Kreistagsbeschluss zur Umrüstung der Gebäude auf erneuerbare Energien um.

Uhle verfügt so über fast zwei Jahrzehnte Know-how in den Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Seit 2012 ist er offiziell Klimaschutzmanager für den Rhein-Hunsrück-Kreis.

„Wir haben erlebt, wie Erneuerbare Energien zum größten Wirtschaftsförderungsprogramm in der Geschichte unseres Landkreises wurden,“ erklärt Uhle, der die Erfolgsstory des Rhein-Hunsrück-Kreises vorstellt.

Für die Aktivitäten zum Schutz des Klimas wurde der Landkreis 2011 mit dem Europäischen Solarpreises ausgezeichnet. Seitdem gilt der Rhein-Hunsrück-Kreis national und international als Vorzeigeregion für eine pragmatische Umsetzung der Energiewende, die nicht nur dem Klima nützt, sondern gleichzeitig die wirtschaftlichen Chancen des ländlichen Raum deutlich verbessert.

Eine weitere Auszeichnung folgte 2018, als der Rhein-Hunsrück-Kreis als erster Null-Emissions-Kreis der Bundesrepublik die Auszeichnung „Energie-Kommune des Jahrzehnts“ erhielt. ARD, ZDF und ARTE berichteten über die Erfolgsgeschichte, denn vorbildlich ist nicht nur die vollständige Umstellung auf einen regenerativen Energien-Mix, sondern auch die solide wirtschaftliche Situation der Gemeinden.

Klimaschutz und regionale Wertschöpfung gehen hier Hand in Hand, sie kommen Bürger*innen und Kommunen gleichermaßen zugute - beispielsweise in Form von Genossenschaften. Nach seinem Vortrag steht Uhle in einer Fragerunde Rede und Antwort.

Durch den Abend führt der Fachjournalist Michael Pyper.

Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Hygieneregeln des Landes Hessen und des Hochtaunuskreises. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein 3G-Nachweis.

Pressekontakt: Michael Pyper, BUND-Vorstandsmitglied Wehrheim, Telefon 06081-16967,
Mobil: 0171-3293260, E-Mail: michael.pyper@bund-hochtaunus.de, Internet: wehrheim.bund.net

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